Preiserhöhung
Bahnfahren wird spürbar teurer

An der Tankstelle erschrecken sich die Autofahrer angesichts der steigenden Preise – warum soll es den Bahnfahrern da besser gehen? Das denkt sich zumindest der Konzern und erhöht die Preise im Regional- und Fernverkehr.
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BerlinBahnfahren wird ab Dezember erneut teurer. Nach einer Preispause im vergangenen Jahr kündigte die Deutsche Bahn am Donnerstag eine Erhöhung der Ticketpreise im Fernverkehr um durchschnittlich 3,9 Prozent an. Das Staatsunternehmen begründete dies wie in vergangenen Jahren mit steigenden Energie- und Personalausgaben. Verkehrsverbände kritisierten die Erhöhungen: Service und Pünktlichkeit seien nach wie vor mangelhaft, Preiserhöhungen verschreckten daher Kunden weiter.

In ähnlicher Größenordnung wie die Kosten für IC- und ICE-Karten werden auch die für Bahncard 25, 50 und 100 steigen. Deutlich teurer für viele werden zudem Reservierungen: Sie kosten künftig einheitlich vier Euro pro Fahrt und Platz in der 1. und 2. Klasse unabhängig davon, wo sie gekauft werden. Bislang lag der Preis im Internet und am Automaten bei 2,50 Euro für die 2. Klasse, im Reisezentrum aber bei 4,50 Euro.

Die Preiserhöhungen sind aus Sicht von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer begründet. Der bundeseigene Konzern müsse die Mehreinnahmen allerdings für weitere Investitionen einsetzen, mahnte der CSU-Politiker am Donnerstag in Hannover. „Ich erwarte als Besitzer der Bahn, dass sie wirtschaftlich arbeitet“, sagte Ramsauer am Rande der Nationalen Konferenz Güterverkehr und Logistik. Dazu gehörten kostendeckende Preise. Das Unternehmen dürfe sich aber „nicht allein an kaufmännischen Zielen orientieren, sondern auch am Gemeinwohl“.

Netz und Bahnhöfe müssten bedarfsgerecht ausgebaut werden, forderte der Minister. Er stehe „voll und ganz“ hinter den angehobenen Ticketpreisen - wenn die Bahn nicht versuche, gleichzeitig massiv zu sparen. „Es geht nicht, dass man ein solches Unternehmen mit Blick auf eine mögliche Börsennotierung auspresst.“

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  • Es ist schon fast unverschämt, die City+ Option (am Zielort öffentliche Verkehrsmittel nutzen zu können, wenn man Bahncard-Inhaber ist und mit IC oder ICE fährt) klammheimlich über den Jahreswechsel nur noch zu gewähren, wenn das Ziel mehr als 100 km entfernt liegt. Das Beste: Weder am Service-Point noch im Zug weiß das Personal Bescheid. Man wird auch nicht darüber informiert. Dabei werden doch alle Fahrten gespeichert. DB sollte wissen, dass manche BC-Inhaber seit Jahren regelmäßig das immer gleiche nur knapp 100 km entfernte Ziel ansteuern und vor Ort noch mit öffentlichen Verkehrsmitteln weiterfahren - gerade, wenn die Buchung online geschieht. Aber Nein: im Newsletter ist nur von Prämien die Rede. Es ist der Busfahrer, der einen nicht mitfahren lässt, weil "City+" nicht mehr auf dem Ticket steht.

  • Würden/müssten nicht auch die Selbstkostenpreise steigen, weil Löhne, Preise für Diesel und vorallem für (Öko-)Strom (den wir ja "Alle" so vergöttern)steigen?
    Wenn die Bahn zum Selbstkostenpreis arbeitet, wie soll Sie dann zukünftig Investionen tätigen? Mit noch mehr Subventionen?
    Woher sollen die kommen, wenn der Staat schon hoch verschuldet ist?
    Mir ist nicht bekannt,dass die Bahn ein gemeinnütziger Verein ist.

  • unglaublich, die Bahn soll endlich zum Selbstkostenpreis arbeiten und sich die Gewinnziele aus dem Kopf schlagen (vor allem die Politik)
    mehr Verkehr geht so nicht auf die Schiene, obwohl genua das am ökonomischten und auch für die Umwelt am Besten wäre!
    LKW runter von der Strasse heisst weniger Stau, weniger Verschmutzung, weniger Unfälle, natürlich auch weniger Maut!

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