Preiserhöhungen durchgesetzt: Hannover Rück im Glück

Preiserhöhungen durchgesetzt
Hannover Rück im Glück

Während die Rückversicherer unter den schweren Hurrikanschäden geächzt haben, frohlocken sie nun. Einer der ersten ist die Hannover Rück. In der so genannten Erneuerungsrunde zu Jahresbeginn, in der die Verträge neu verhandelt wurden, hat der Konzern höhere Preise durchgesetzt. Das soll noch nicht alles sein.

HB FRANKFURT. „Auch wenn sich nicht alle unsere Erwartungen erfüllt haben, konnten wir doch teilweise das sehr hohe Ratenniveau nochmals toppen“, erklärte Hannover-Rück-Chef Wilhelm Zeller am Dienstag. Der harte Markt – wie die Rückversicherer ein positives Geschäftsumfeld nennen – halte an. Die Situation werde sich vermutlich in den anstehenden Erneuerungsrunden Anfang April, Juni und Juli sowie im Oktober sogar noch verbessern. „Die Hannover Rück erwartet angesichts der erfolgreichen Vertragserneuerungen zum 1. Januar ein sehr gutes Geschäftsjahr 2006“, hieß es.

Von dem Prämienvolumen in der Schaden-Rückversicherung in Höhe von 3,978 Mrd. Euro aus dem Zeichnungsjahr 2005 standen der Hannover Rück zufolge zum 1. Januar gut zwei Drittel zur Erneuerung an. 59 Prozent seien verlängert worden, weitere 8 Prozent hingegen storniert oder unter neuen Konditionen fortgeführt worden. Das Volumen der Prämienzuwächse aus erneuerten Verträgen belaufe sich auf 278 Mill. Euro. Insgesamt ergebe sich somit nach der Erneuerungsrunde eine wohl weitgehend stabile Brutto-Prämie von 3,950 Mrd. Euro. Zugleich habe der Konzern aber die Zeichnung von Risiken in besonders schadenträchtigen Segmenten reduziert.

Die gesamte Rückversicherungsindustrie hat ein desaströses Jahr hinter sich. So musste die Branche 2005 versicherte Sturmschäden von rund 75 Mrd. Dollar (etwa 63 Mrd. Euro) verkraften – ein Rekord. Alleine der Hurrikan „Katrina“, der große Teile von New Orleans überflutete, sorgte nach Schätzungen der Münchener Rück für eine Belastung von 45 Mrd. Dollar. Dies habe dazu geführt, dass vor allem in von Stürmen betroffenen Regionen deutlich höhere Preise erzielt worden seien, teilte die Hannover Rück mit. Im Schnitt habe die Ratensteigerung hier 50 Prozent betragen, in der Spitze sogar mehr als 100 Prozent. Auch die übrigen Segmente entwickelten sich mit durchschnittlichen Ratenerhöhungen von fünf bis zehn Prozent sehr erfreulich“, hieß es. Der weltweit viertgrößte Rückversicherer bekräftigte seine Geschäftsprognose, wonach die Eigenkapitalrendite mindestens 15 Prozent erreichen soll. Nach früheren Angaben entspräche dies einem Nettogewinn von 450 Mill. Euro oder mehr. Bei der Dividende wird eine Ausschüttungsquote von 35 bis 40 Prozent angestrebt.

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