Primondo-Gruppe schließt drei Quelle-Call-Center
Arcandor-Tochter streicht 560 Stellen

Der Quelle-Versandhandel schließt seine Call-Center in Leipzig, Chemnitz und Essen. Die 560 Mitarbeiter seien am Freitag über die Schließung informiert worden, teilte die zur Arcandor AG gehörende Primondo -Gruppe mit, deren Kernmarke Quelle ist. Die Begründung dafür hat es in sich.

HB LEIPZIG. Mit den Kundenbetreuern an den drei Standorten werde über einen Interessenausgleich und einen Sozialplan verhandelt, so die Gruppe. Die Betreuung der Quelle-Kunden werde in Berlin und Magdeburg gebündelt. Außerdem solle ein neues Call-Center in Cottbus eröffnet werden, in dessen Technik und Infrastruktur Primondo 30 Mill. Euro investieren wolle.

Als Gründe für die Schließungen nannte ein Unternehmenssprecher "mangelnde Infrastruktur und zu hohe Kosten". Dadurch hätten sich die Standorte als nicht verkäuflich erwiesen. Die Call-Center in Leipzig und Chemnitz sollen zum 31. Mai geschlossen werden, das Call-Center in Essen zum 31. Juli. Die Restrukturierung sei "eine wesentliche Voraussetzung für die nachhaltige Rückkehr von Primondo und Quelle in die Gewinnzone", hieß es in der Mitteilung. Die Schließung weiterer Call-Center sei nicht geplant.

Bereits im November hatte die Primondo -Gruppe die Schließung eines Call-Centers in Dänemark zum 30. April 2008 angekündigt. Als Gründe für diese Entscheidung nannte sie unter anderem gesunkene Anrufer-Aktivitäten und zu hohe Personalkosten. Primondo kümmert sich in der Arcandor AG, die bis Sommer 2007 Karstadt -Quelle hieß, um das Versandhandelsgeschäft. Arcandor will Primondo und Karstadt bis zum Herbst dieses Jahres fit für die Börse machen.

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