Private-Equity
Blackstone reicht Börsenpläne ein

Die Private-Equity-Gesellschaft Blackstone Group hat am heutigen Donnerstag ihre Unterlagen für einen Börsengang eingereicht. Danach plant der private Finanzinvestor durch die Neuemission bis zu vier Mrd. Dollar einzunehmen. Die SEC-Mitteilung gibt erstmals Einsicht in die finanzielle Situation von Blackstone.

tor NEW YORK. Die Firma ließ in ihrer Mitteilung an die amerikanische Börsenaufsicht Securities and Ex-change Commisssion (SEC) jedoch offen, wie viel Aktien auf den Markt kommen und zu welchem Preis sie angeboten werden sollen. Der Börsengang wird begleitet von den Banken Morgan Stanley, Citigroup, Merrill Lynch, Credit Suisse, Lehman Brothers und der Deutschen Bank. Die Aktie soll an der New York Stock Exchange notiert werden.

Die Börsenpläne von Blackstone waren vor einer Woche bekannt geworden und hatten in der Private-Equity-Branche für erhebliche Unruhe gesorgt. Blackstone ist erst die zweite Buyout-Firma in den USA, die sich auf das Börsenparkett wagt. Zuvor hatte Fortress Aktien im Wert von 645 Mill. Dollar erfolgreich platziert. Hauptziel der Börsengänge ist es, die Private-Equity-Firmen mit dauerhaften Kapital zu versorgen. Die meisten Finanzinvestoren werden bislang als private Partnerschaften geführt.

Die SEC-Mitteilung gibt erstmals Einsicht in die finanzielle Situation von Blackstone. So verwaltet die Firma derzeit 78,7 Mrd. Dollar. Gut 31 Mrd. Dollar sind in Unternehmen investiert. Die laufenden Einnahmen betrugen im vergangenen Jahr 1,1 Mrd. Dollar. Mehr als 850 Mill. Dollar davon gehen auf das Konto von Managementgebühren. Weitere 7,6 Mrd. Dollar nahm die Firma durch ihre Investitionen in Unternehmen ein. Unterm Strich erzielte Blackstone im vergangenen Jahr einen Nettogewinn von knapp 2,3 Mrd. Dollar. Der Finanzinvestor kündigte an, dass er an der Börse keine Prognose für Quartalsergebnisse abgeben werde.

Blackstone-Chef Stephen Schwarzman soll nach dem Börsengang ein Gehalt von 350.000 Dollar pro Jahr erhalten. Allerdings wird er einen „bedeutenden Anteil“ der Investitionsgewinne („carried interest“) bekommen. Schwarzman hält außerdem rund 40 Prozent der Anteile an Blackstone und könnte sein Vermögen durch den Börsengang um mehrere Milliarden Dollar erhöhen.

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