Private-Equity
Fonds schätzen italienischen Luxus

Armani, Prada oder Versace – wer über die Mailänder Via Montenapoleone schlendert, ist dem Shopping-Paradies zum Greifen nah. Wahre Kenner suchen dabei nicht nur nach den ganz großen Marken, sondern auch gerade nach den kleinen, feinen Namen des Modelands Italiens. Und nicht nur bei Shopping-Fanatikern wecken die Luxus-Firmen Begehren. Auch immer mehr Beteiligungsfonds sind auf der Suche nach den Mode-Perlen.

MAILAND. „In den letzten Jahren ist das Interesse der Private-Equity-Fonds an italienischen Luxus-Marken deutlich gestiegen“, stellt Anna Gervasoni, Generaldirektorin des Branchenverbands Aifi fest. Die Beteiligungsfonds suchen vor allem nach Marken, die den Sprung zur Internationalisierung schaffen können, aber nicht das nötige Kapital oder Know-how haben, erklärt sie.

Nach einer Studie der auf Luxusfirmen spezialisierten Unternehmensberatung Pambianco fanden im ersten Quartal 2007 von den weltweit 47 Übernahmen im Luxussektor zwölf in Italien statt. Die Hälfte dieser Unternehmen landeten in den Händen von Private-Equity-Fonds. Bisher sind es vor allem europäische Fonds, die zugreifen, während die großen US-Beteiligungsgesellschaften im italienischen Luxussektor kaum eine Rolle spielen.

Die Finanzprofessorin Barbara Rovetta vom Master in Fashion, Experience & Design Management (Mafed) der renommierten Mailänder Bocconi-Universität führt das rege Interesse der Beteiligungsfonds auf die Eigenarten der italienischen Luxus-Unternehmen zurück: „Viele Hersteller sind noch klein bis mittelgroß mit guten Wachstumschancen und hohen Margen. Zudem sind die meisten noch nicht börsennotiert, und viele Familienunternehmen haben keine internen Nachfolger, die den Fortbestand garantieren können.“ Die Fonds können also einsteigen, die Expansion begleiten, und dann das Unternehmen idealerweise an die Börse bringen.

Erst im vergangenen Herbst hat der italienische Fonds Charme die Design-Möbelgruppe Poltrona Frau an der Mailänder Börse platziert. Charme, hinter dem neben dem Fiat-Präsidenten Luca Cordero Montezemolo auch der Tod’s-Gründer und -Chef Diego della Valle steht, investiert auch in Mode wie etwa in den CashmereHersteller Ballantyne.

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