Privater Postzusteller
WAZ-Mediengruppe übernimmt Pin Essen

Der zahlungsunfähige Briefzusteller Pin Group hat seine Tochtergesellschaft Pin Mail Essen wieder an den früheren Besitzer, die WAZ-Mediengruppe, verkauft. Weitere Arbeitsplätze sind damit gerettet, weil für das vierte Tochterunternehmen der Pin Group ein Käufer gefunden ist.

HB KÖLN. Das Essener Unternehmen habe zugesagt, alle 185 Mitarbeiter der Gesellschaft zu übernehmen, teilte Pin-Insolvenzverwalter Bruno Kübler am Montag in Köln mit. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Die Pin Mail Essen GmbH war im Januar 2001 als Westdeutsche Post Service GmbH (WPS) von der WAZ-Gruppe gegründet worden. Die Gesellschaft wurde dann im März 2006 von der WAZ-Gruppe als Miteigentümer der Pin-Gruppe in diese eingebracht und in Pin Mail Essen GmbH umbenannt.

Der Verkauf an die WAZ-Gruppe sei „ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Erhalt eines für die Pin verfügbaren bundesweiten Netzwerks“, betonte Kübler anlässlich der Bekanntgabe des Verkaufs. Ein zukünftiger Großinvestor für die Pin-Gruppe profitiere davon, wenn in einzelnen Schlüsselregionen starke Logistikorganisationen vorhanden seien. Zudem zeige der Verkauf, dass die einzelnen Pin-Tochtergesellschaften wertvolle, leistungsfähige Unternehmen seien, die in einem Markt mit Zukunft arbeiteten.

Vor dem Pin-Tochterunternehmen Pin Mail Essen waren das Briefzentrum Münsterland, Pin Mail 39 in Magdeburg und Pin Mail München verkauft worden. Damit sind bislang knapp 700 der früher einmal 11 400 Arbeitsplätze bei Pin gerettet.

Für die Rettung der restlichen verbliebenen Stellen wird allerdings die Zeit knapp. Bereits zum 1. März hatte das Unternehmen 2 770 Beschäftigten kündigen müssen. Tausenden weiteren Mitarbeitern droht nach Angaben der Insolvenzverwalter die Arbeitslosigkeit, wenn es nicht bis Ende des Monats gelingt, einen Investoren für das Unternehmen zu finden.

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