Privatkunden halten sich zurück
Autohändler rutschen tiefer in rote Zahlen

Erstmals seit drei Jahren haben Autohändler in Deutschland im ersten Halbjahr 2004 weniger Umsatz gemacht.

HB WIESBADEN. Im Kfz- Handel sanken die Umsätze real um 3,5 Prozent, teilte das Statische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mit. Zuletzt hatten die Statistiker für das erste Halbjahr 2001 ein Minus verzeichnet. Grund dafür sei die Kaufzurückhaltung der Privatkunden. So verbuchte der Einzelhandel mit Neu- und Gebrauchtwagen preisbereinigt ein Minus von 4,8 Prozent. Der Großhandel - der den Verkauf von Fahrzeugen an gewerbliche Kunden umfasst - kam dagegen auf ein Plus von 1,0 Prozent.

Die deutschen Autohändler rutschen nach Angaben des Zentralverbandes des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) immer tiefer in die roten Zahlen. Rund 1200 Händlern drohe in diesem Jahr das Aus, berichtete der ZDK am Rande der Messe „Automechanika“ in Frankfurt (bis 19.9.). Die Ertragsmargen seien im zweiten Quartal 2004 weiter gesunken, bei einigen Marken befänden sie sich inzwischen unter einem Prozent. Von den aktuell rund 42 000 Kfz-Betrieben hätten seit Jahresbeginn bereits 320 Insolvenz angemeldet - so viele wie noch nie im ersten Halbjahr.

Nach Angaben des Kraftfahrtbundesamtes wurden von Januar bis Juni 2004 rund 1,95 Mill. Kraftfahrzeuge neu zugelassen, das waren 0,8 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig sank die Zahl der Besitzumschreibungen um 1,5 Prozent. Dies deute auf ein sparsameres Verhalten beim Autokauf hin, so das Bundesamt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%