Problem-Filialen werden vorerst nicht geschlossen
Karstadt-Quelle gibt beim Stellenabbau Gas

Karstadt-Quelle streicht offenbar bereits 2005 mindestens 2250 Stellen. Der angeschlagene Handelskonzern hat jedoch bekräftigt, zunächst keine Warenhäuser schließen zu wollen.

HB DÜSSELDORF. Karstadt-Quelle will „mindestens die Hälfte“ der 5500 geplanten Stellenstreichungen schon im nächsten Jahr umsetzen. Dies bestätigte der Vorstandsvorsitzende Christoph Achenbach in einem Gespräch mit der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) in Essen. Die Übernahme der Logistik-Aktivitäten wird sich nach WAZ-Informationen zwischen der Post-Tochter DHL und Kühne & Nagel entscheiden. Dem dritten Bewerber, der Fiege-Gruppe (Greven/Münsterland) würden kaum noch Chancen gegeben.

Die Einigung über den Beitrag der Beschäftigten zur Sanierung des Handelskonzerns ist am Freitag insgesamt auf breite Zustimmung gestoßen. Angesichts der Bedingungen für die geplante Kapitalerhöhung brach die Aktie allerdings ein. Der Konzern gab bekannt, dass die 77 kleineren Filialen in einer eigenständigen GmbH zusammengefasst werden sollen. Nach Auffassung von Gewerkschaftern muss der Beschäftigungspakt nun noch als Tarifvertrag und zum Teil als Betriebsvereinbarung in rechtliche Formen gebracht werden.

Der Karstadt-Quelle-Konzern bekräftigte, zunächst keine Warenhäuser schließen zu wollen. Das gelte auch für die kleineren Häuser, für die keine Standortgarantien vereinbart worden seien. „Auch diese zehn Filialen sollen ausdrücklich nicht geschlossen werden“, sagte Warenhaus-Vorstand Helmut Merkel am Freitag in Essen. Unabhängig von der Standortgarantie würden alle 77 kleineren Karstadt-Häuser gleich behandelt und ab Januar 2005 in die Karstadt Kompakt GmbH übergehen. Karstadt Kompakt bekomme „größtmögliche Freiheit“, um auf die örtlichen Wettbewerbsverhältnisse eingehen zu können.

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