Procter & Gamble mit Gewinnsprung Pampers-Konzern gelingt die Trendwende

Vorstandschef Taylors Strategie trägt erste Früchte: Procter & Gamble hat im vergangenen Quartal rund ein Drittel mehr Gewinn gemacht. Der Konsumgüterriese schafft den Turnaround.
Procter & Gamble legt einen Gewinnsprung hin. Quelle: ap
Pampers-Paket

Procter & Gamble legt einen Gewinnsprung hin.

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CincinnatiMassive Einsparungen haben dem Pampers-Hersteller Procter & Gamble einen Gewinnsprung beschert. Im abgelaufenen Quartal sei das Nettoergebnis dank deutlich gesunkener Kosten um 35 Prozent auf 3,21 Milliarden Dollar gestiegen, teilte der US-Konsumgüterriese am Dienstag mit. Unter anderem verkauften die Amerikaner im Sommer die Wella-Haarpflegeprodukte an den US-Parfümhersteller Coty.

Procter & Gamble, das Gillette-Nassrasierer, Always-Hygieneprodukte und Ariel-Waschmittel im Angebot hat, will sich künftig auf besonders profitable Marken konzentrieren. Der Quartalsgewinn übertraf die Erwartungen der Analysten. Vorstandschef David Taylor zeigte sich zufrieden und sprach von soliden Ergebnissen in einem wirtschaftlich und geopolitisch schwierigen Marktumfeld.

Der Umsatz des Beiersdorf-Konkurrenten fiel von Oktober bis Dezember um 8,5 Prozent auf 16,92 Milliarden Dollar. Währungsbereinigt stiegen die Erlöse um zwei Prozent. Der starke Dollar setzt international aufgestellten US-Konzernen derzeit zu. Procter & Gamble rechnet für das laufende Geschäftsjahr 2015/2016 mit deutlichen Währungseffekten.

Die Procter & Gamble-Aktie legte vorbörslich 1,5 Prozent zu. Der Konzern kündigte an, im laufenden Geschäftsjahr zwischen 15 und 16 Milliarden Dollar unter anderem über Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufe an Anteilseigner auszuschütten.

Das ist die Mogelpackung des Jahres
Negativpreis
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Die Verbraucherzentrale Hamburg verleiht den Negativpreis Mogelpackung des Jahres seit 2013. An der Wahl 2016 nahmen insgesamt 26.132 Verbraucher teil, sechs Mal so viele wie im vergangenen Jahr. 2014 erhielt die Windelmarke Pampers von Procter & Gamble den Negativpreis. Diese Produkte waren in diesem Jahr nominiert...

Nominiert: „Dentagard“ von Colgate-Palmolive
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Der Konsumgüterriese hat im vergangenen Jahr die Füllmenge seiner Dentagard-Zahnpasta von 100 Milliliter auf 75 Milliliter reduziert. Doch die Tube sei weiterhin in den meisten Drogerien und Supermärkten zum gleichen Preis verkauft worden, sagen die Verbraucherschützer. Der geschrumpfte Inhalt entspreche einer versteckten Preiserhöhung von 33,3 Prozent.

Nominiert: „Herta Finesse Schinken“ von Nestlé
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Auf den ersten Blick wurden die Schinkenspezialitäten von Herta sogar billiger. Statt 2,19 Euro oder 2,29 Euro kosteten sie laut Verbraucherzentrale nur noch 1,89 Euro oder 1,99 Euro. Gleichzeitig sei die Füllmenge der neuen Packungen aber drastisch reduziert worden – von 150 auf 100 Gramm. Dadurch ergebe sich eine Preiserhöhung von rund 30 Prozent.

Nominiert: „Curry Ketchup“ von Heinz
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Bei der sogenannten Kopfsteher-Flasche seines Curry Ketchups hat das Unternehmen die Füllmenge von 500 auf 400 Milliliter reduziert. Da gleichzeitig auch der Preis etwas gestiegen sei, entspreche das einer versteckten Preiserhöhung von bis zu 28 Prozent, beklagen die Verbraucherschützer. Zudem sei die ganze Palette der verschiedenen Heinz-Kopfsteherflaschen kleiner geworden.

Nominiert: „Jacobs Latte macchiato classico“ von Jacobs Douwe Egberts
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Der Kaffeekonzern hat die Füllmenge der Kapselpackung um fast die Hälfte reduziert. Sie sank von 475,2 auf 264 Gramm. Außerdem hat das Unternehmen laut den Verbraucherschützern statt echter Milch in Form von Vollmilchkonzentrat nun „Mogelmilch“ verwendet. Diese werde aus Sahneerzeugnis, Milchproteinen, Milchmineralien und Wasser zusammengefügt und von Verdickungsmittel zusammengehalten.

Der Sieger: „Bebe Zartcreme“ von Johnson & Johnson
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Die Mogelpackung des Jahres ist nach Ansicht von Verbrauchern die Bebe Zartcreme. In einer Online-Abstimmung der Verbraucherzentrale Hamburg votierte knapp ein Drittel von insgesamt mehr als 26.000 Verbrauchern für das Kosmetikprodukt aus dem Hause Johnson & Johnson, wie die Verbraucherschützer am Montag mitteilten. Die Bebe Creme ist ihren Angaben zufolge durch neue Füllmengen um bis zu 84 Prozent teurer geworden.

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