Procter & Gamble
Pampers-Hersteller baut Stellen in Deutschland ab

Der Konsumgüterkonzern Procter & Gamble hat das Ende von weltweit etwa hundert Marken angekündigt. In Deutschland schwenkt das Unternehmen auf einen Sparkurs – mehrere hundert Stellen werden abgebaut.
  • 0

DüsseldorfDer amerikanische Konsumgüter-Konzern Procter & Gamble baut in seiner Deutschlandzentrale weiter Arbeitsplätze ab. Innerhalb von zwei Jahren sollen rund 300 Stellen wegfallen, bestätigte eine Sprecherin entsprechende Informationen des Handelsblatts (Montagausgabe) aus dem Unternehmensumfeld.

Seit dem Frühsommer werden Mitarbeiter in der Zentrale in Schwalbach bei Frankfurt angesprochen. Sie sollen auf freiwilliger Basis das Unternehmen verlassen. Im Umfeld des Unternehmens hieß es, es seien auch zahlreiche Führungskräfte betroffen. „Das Programm ist – ohne auf Details eingehen zu wollen – großzügig ausgestattet und umfasst eine tatkräftige Unterstützung durch externe Experten bei der beruflichen Neuorientierung“, sagte die Sprecherin. Betriebsbedingte Kündigungen solle es nicht geben. Der Betriebsrat sei informiert.

Ende der Woche hatte der Konzern angekündigt, in den nächsten beiden Jahren bis zu hundert und damit mehr als die Hälfte seiner Produktlinien einstellen zu wollen. Der Konzern wolle sich auf seine populärsten 70 bis 80 Haushaltsmarken konzentrieren, so der Hersteller von Duracell, Pampers, Always, Wella, Gilette und anderen Produkten.

Welche Marken auf der Kippe stehen, sagte der Vorstandsvorsitzende A.G. Lafley nicht. Er sagte aber, Procter & Gamble hätte diesen Schritt schon viel früher machen sollen. „In einer perfekten Welt hätten wir das am Tiefpunkt der Finanzkrise, in der Rezession, gemacht“, sagte er in einer Konferenz mit Investoren und Analysten. Es gebe keinen Grund, jetzt noch zu warten.

Kommentare zu " Procter & Gamble : Pampers-Hersteller baut Stellen in Deutschland ab"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%