Procter & Gamble und Colgate-Palmolive
Starker Dollar setzt US-Konsumgüterriesen zu

Der starke Dollar sorgt für Umsatzeinbußen bei US-Konzernen. Besonders betroffen sind die Konsumgüterhersteller. Die reagieren mit Preiserhöhungen. Doch die Konsumenten ziehen nicht mit.
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BangaloreDer starke Dollar hat dem US-Konsumgüterkonzern Procter & Gamble (P&G) den sechsten Umsatzrückgang in Folge eingebrockt. Im vierten Geschäftsquartal fielen die Erlöse um neun Prozent auf 17,8 Milliarden Dollar, wie der Henkel -Konkurrent am Donnerstag mitteilte. Der Hersteller von Pampers-Windeln macht rund zwei Drittel seines Gesamtumsatzes im Ausland.

In den zwölf Monaten bis Ende Juni hat der Dollar gut 20 Prozent zugelegt. Procter & Gamble hat versucht, mit Preiserhöhungen gegenzusteuern. Verbraucher haben das aber nicht mitgemacht und lieber preiswertere Alternativen gekauft.

Um der Entwicklung Herr zu werden, hat der weltgrößte Hersteller von Haushaltsprodukten unlängst mehr als 40 Marken für 12,5 Milliarden Dollar an den US-Parfümhersteller Coty verkauft, darunter den Shampoo-Produzenten Wella. P&G will sich auf eine Auswahl von schneller wachsenden Marken konzentrieren. Den Umbau steuern soll ab November Firmenveteran David Taylor. Er löst Konzernchef A.G. Lafley ab.

Auch dem kleineren Rivalen Colgate-Palmolive setzt der starke Dollar zu. Der Umsatz fiel das vierte Quartal in Folge. Von April bis Juni betrug das Minus 6,5 Prozent auf rund vier Milliarden Dollar. Der Nettogewinn ging um knapp acht Prozent auf 574 Millionen Dollar zurück.

Bei Procter & Gamble brach der Überschuss sogar um 80 Prozent auf 521 Millionen Dollar ein. Der Konzern schrieb im Quartal gut zwei Milliarden Dollar ab. Hintergrund war eine Umstellung der Bilanzierung in Venezuela aufgrund eines neues Systems zur Bewertung der Landeswährung Bolivar.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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