Prognose bestätigt
Strabag rutscht tiefer in die Verlustzone

Das erste Quartal des Jahres war für den Baukonzern Strabag schwach, der größere Betriebsverlust aber keine Überraschung. Zwei Großaufträge haben immerhin für einen steigenden Auftragsbestand gesorgt.
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WienDer Baukonzern Strabag hält trotz eines höheren Verlusts im ersten Quartal an seiner Prognose fest. Für das laufende Jahr geht das Unternehmen weiterhin von einem operativen Gewinn (Ebit) von über 300 Millionen Euro aus, wie die Firma am Donnerstag mitteilte. Das ist zwar weniger als die 335 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Dennoch sei die Prognose angesichts des schwierigen Baumarkts durch die Schuldenkrise "mehr als ehrgeizig", bekräftigte der Konzern.

"In den vergangenen Wochen hat sich bestätigt, dass wir bei unserer Einschätzung des Geschäftsverlaufes 2012 sehr umsichtig vorgehen müssen", sagte Firmenchef Hans Peter Haselsteiner. An der Börse verlor die Strabag-Aktie daraufhin knapp zwei Prozent an Wert.

Strabag ist eine der größten Baufirmen in Europa und in Deutschland, Österreich, Polen, Tschechien, der Slowakei und Ungarn aktiv. Zu schaffen macht der Firma zum einen der Sparzwang von Bund und Ländern durch die Schuldenkrise: Dadurch gibt es weniger Aufträge für den Bau neuer Straßen. Zudem steht der Bauboom in Polen, von dem die österreichische Firma in den vergangenen Jahren profitiert hatte, vor einem Ende: Auch dort hat der Staat einen Großteil seines Baubudgets bereits verplant.

Trotz der schwierigen Lage konnte Strabag zu Jahresbeginn zwei neue Großaufträge an Land ziehen: Die Firma baut für eine Milliarde Euro eine Autobahn für die Umfahrung von Mailand und über die deutsche Tochter Züblin für rund 320 Millionen Euro Teile des neuen Bahnhofs "Stuttgart 21" - unter anderem die Eingangshalle. Der Auftragsbestand stieg daher um drei Prozent auf 15,7 Milliarden Euro. Gleichzeitig weitete sich der Betriebsverlust (Ebit) im saisonal traditionell schwachen ersten Quartal um 13 Prozent auf 165 Millionen Euro aus.

Während die Aussichten im Straßenbau durch die Schuldenkrise und einen Preiskampf zwischen den Baukonzernen weiterhin mau sind, macht der Hoch- und Ingenieurbau im Kernmarkt Deutschland dem Unternehmen mehr Freude. Hier ist der Konzern nicht von öffentlichen Aufträgen, sondern von privaten Geldgebern abhängig und erwartet ein "solides Geschäft". Insgesamt entfällt mehr als die Hälfte der Bauleistung auf Deutschland und Österreich - etwa 30 Prozent des Geschäfts macht Strabag in Osteuropa.

Auch die Konkurrenz hat teilweise durchwachsene Bilanzen vorgelegt: Deutschlands größter Baukonzern Hochtief schrieb im Auftaktquartal Verluste, weil Pannen bei zwei Großprojekten der australischen Tochter Leighton die Bilanz verhagelten.

Der kleinere deutsche Konkurrent Bilfinger Berger, der stark auf das nicht so schwankungsanfällige Dienstleistungsgeschäft setzt, schrieb im ersten Quartal Gewinn und erwartet für das Gesamtjahr steigende Erträge.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Sollte mit Pauken und Trompeten lieber jetzt als später kaputt gehen.
    So viel Aroganz und Inkompetenz gepaart mit Frechheit und Dummheit habe ich noch nie gesehen.
    Das hier aufzuschreiben würde jeden Rahmen sprengen.
    Nur eins noch: wir kennen die Strabag als korupte Firma, ich kann nur jedem raten "Finger weg, diese Leute sind kriminell im strafrechtlichem Sinn(Bedrohung)!!!
    RSB René Schöttke

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