Prognose für 2005
Neckermann will mit günstigen Reisen wieder Geld machen

Neckermann Reisen soll in diesem Jahr aus den roten Zahlen kommen. Das erwartet zumindest die Mutter, Europas zweitgrößter Reisekonzern Thomas Cook.

HB FRANKFURT. „Wir erwarten bei Neckermann im Geschäftsjahr 2004/05 einen operativen Gewinn im zweistelligen Millionenbereich“, sagte Thomas-Cook-Vorstandsmitglied Peter Fankhauser anlässlich der Vorstellung des Winterkatalogs am Montag in Frankfurt. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte Neckermann knapp eine Million Euro Verlust vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebita) gemacht.

Fankhauser bekräftigte, dass der Cook-Gesamtkonzern in dem am 31. Oktober endenden Geschäftsjahr sowohl vor als auch nach Steuern einen Gewinn erwarte. Cook gehört zu gleichen Teilen der Deutschen Lufthansa und KarstadtQuelle.

Eine genaue Prognose für das kommende Geschäftsjahr bei Neckermann wollte Fankhauser nicht machen. Bei der Gästezahl rechne der Veranstalter mit einem Wachstum im Rahmen der Markterwartungen von bis zu drei Prozent.

Im Winterprogramm will der Anbieter erneut mit massiven Preissenkungen möglichst viele Frühbucher gewinnen. So würden die Preise für Flugreisen zur beliebtesten Urlauberinsel der Deutschen, Mallorca, um durchschnittlich vier Prozent gesenkt. Thailand-Reisen sollen im Schnitt um fünf Prozent billiger werden, für Brasilien soll der Nachlass bei etwa zehn Prozent liegen. Teurer würden hingegen Reisen zu Zielen in der Karibik. „Hier gibt es Preissteigerungen zwischen ein und drei Prozent“, sagte die Direktorin von Neckermann Fernreisen, Stefanie Berk.

In diesem Sommer hat Neckermann nach eigenen Angaben seine Gästezahlen für Flugreisen zu Nah- und Fernzielen um 3,5 Prozent gesteigert. Besonders stark hätten die Buchungen nach Tunesien mit einem Plus von 25 Prozent und Kenia mit 22 Prozent zugelegt. Nach Mallorca seien mit dem Unternehmen 15 Prozent mehr Gäste geflogen als im Vorjahreszeitraum, während das Plus in der Türkei 16 Prozent betragen habe.

Nach der Flutwelle in Südostasien brachen dort die Gästezahlen ein. So ging die Zahl der Reisenden nach Sri Lanka um 40 Prozent und Thailand um 15 Prozent zurück. Im Winter sollen die Urlauber jedoch wieder massenweise in die Region zurückkehren. „Wir haben das ganze Südostasien-Programm kaum geändert und das Angebot nicht ausgedünnt“, sagte Berk.

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