Prognose nicht erfüllt
Fraport im Dezember mit weniger Fluggästen

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport hat im Dezember weniger Fluggäste abgefertigt. In Frankfurt ging die Zahl der Passagiere um 5,3 Prozent zurück. Bei der Fracht verbuchte Fraport sogar einen kräftigen Einbruch.

HB FRANKFURT. Wegen der Konjunkturabschwächung sei das Luftfracht-Aufkommen im letzten Monat 2008 um rund ein Viertel niedriger ausgefallen als ein Jahr zuvor, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Bei den Passagieren fiel der Rückgang hingegen weniger stark aus als noch im November. Im Gesamtjahr 2008 blieb die Entwicklung im Rahmen der letzten Prognose: mehr Passagiere im Konzern, weniger am größten Konzernflughafen in Frankfurt.

Händler an der Börse bewerteten die Zahlen gemischt. Der massive Rückgang des Frachtvolumens im Dezember zeige, wie hart die Luftfahrtbranche von der Finanzkrise getroffen worden sei, sagte ein Börsianer. Die Fraport-Aktie gab im frühen Handel um 1,01 Prozent auf 27,36 Euro nach.

Im Gesamtkonzern brach die Luftfrachtmenge im Dezember um 24 Prozent auf 172 829 Tonnen ein. In Frankfurt fiel sie mit 142 546 Tonnen sogar um 25,2 Prozent niedriger aus als ein Jahr zuvor. Im November war der Rückgang mit 7,9 und 8,6 Prozent noch vergleichsweise moderat. Im Gesamtjahr kam Fraport bei der Luftfracht dank der positiven Entwicklung auf dem Hunsrück-Flughafen Hahn und im südamerikanischen Lima auf ein moderates Minus von 1,3 Prozent. In Frankfurt fiel der Rückgang mit 2,7 Prozent mehr als doppelt so hoch aus.

Bei den Fluggästen hatte Fraport im Dezember ein geringeres Minus zu beklagen als noch einen Monat zuvor. In Frankfurt ging die Zahl der Fluggäste um 5,3 Prozent auf knapp 3,8 Millionen zurück. Auf Konzernebene fiel der Rückgang mit 2,4 Prozent auf unter 5,1 Millionen Fluggäste erneut geringer aus. Alle Flughäfen des Konzerns außer Frankfurt konnten im Dezember bei den Fluggastzahlen eine positive Entwicklung vorweisen.

Im Gesamtjahr zählte Fraport in Frankfurt knapp 53,5 Millionen Fluggäste, 1,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Fraport hatte hier zuletzt einen Rückgang von 1 bis 1,5 Prozent vorhergesagt. Auf Konzernebene erreichte der Zuwachs von 0,9 Prozent auf nahezu 78,2 Millionen Passagiere nicht ganz die Vorstandsprognose von plus einem Prozent.

Dabei konnten sich auch andere Flughäfen 2008 dem Negativtrend nicht entziehen. Am Flughafen Hahn, von dem sich Fraport nach Aussage von Vorstandsvize Stefan Schulte voraussichtlich demnächst trennen wird, ging die Zahl der Fluggäste im Gesamtjahr um 1,9 Prozent auf 3,9 Millionen zurück. An den Schwarzmeer-Flughäfen Varna (minus 2,9 Prozent) und Bourgas (minus 0,6 Prozent) zeigte die Entwicklung ebenfalls nach unten. Zuwächse verbuchte Fraport am Südamerika-Drehkreuz Lima (plus 10,4 Prozent) und im türkischen Antalya (plus 8,5 Prozent). Auf dem Flughafen an der türkischen Riviera hat Fraport inzwischen auch das Terminal für die Inlandsflüge übernommen.

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