Prognosen für Gesamtjahr bekräftigt
Uniklinik drückt Rhön-Gewinn

Der Klinikbetreiber Rhön-Klinikum hat im ersten Quartal dank der Übernahme weiterer Krankenhäuser Umsatz- und Gewinn gesteigert, schnitt aber etwas schwächer ab als von Analysten erwartet. Als Bremsklotz beim Ergebnis erwies sich dabei die Neuerwerbung Universitätsklinik Gießen-Marburg. Die Dividende soll dennoch steigen.

HB FRANKFURT. Der Konzerngewinn des MDax-Unternehmens erhöhte sich im Auftaktquartal um 2,2 Prozent auf 22,7 Mill. Euro, wie Rhön-Klinikum am Mittwoch mitteilte. Der operative Gewinn (Ebit) kletterte um 5,3 Prozent auf 35,8 Mill. Euro und lag damit leicht unter der Analystenprognose von 38,3 Mill. Euro. Der Umsatz lag bei 453,8 Mill. Euro, ein Plus von 33,2 Prozent. Die operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) fiel auf 7,8 Prozent von zehn Prozent im Vorjahreszeitraum.

Der Konzerngewinn sei mit Verlusten der Universitätsklinik, deren Übernahme Rhön-Klinikum im Februar abgeschlossen hatte, von 2,6 Mill. Euro belastet. Bis Jahresende dürften sich diese auf 7 Mill. Euro belaufen. Mit fortschreitender Restrukturierung der Klinik werde sich die aber die Ergebnisbelastung für Rhön-Klinikum im Jahresverlauf verringern, hieß es.

„Die Umsatzerlöse und der Konzerngewinn entwickelten sich entsprechend unseren Erwartungen“, sagte Vorstandschef Wolfgang Pföhler. Die Margen hätten sich „erwartungsgemäß durch die noch unwirtschaftlichen Strukturen der neu konsolidierten Häuser“ im Vergleich zu den sich länger im Konzernbestand befindlichen Einrichtungen verschlechtert.

Für das Gesamtjahr bekräftigte Rhön-Klinikum seine Prognosen. „Den Wachstumkurs werden wir im Geschäftsjahr 2006 beibehalten“, erklärte Pföhler. Ohne Berücksichtigung weiterer Krankenhausübernahmen erwarte das Unternehmen unverändert einen Umsatz von 1,9 Mrd. Euro und einen Gewinn von 93 Mill. Euro. Im ersten Quartal hat Rhön-Klinikum neben dem Uniklinikum Gießen-Marburg erstmals auch die Frankenwaldklinik in Kronach sowie das Bad Kissinger Heinz-Kalk-Krankenhaus konsolidiert. Derzeit betreibt Rhön-Klinikum 45 Krankenhäuser an insgesamt 34 Standorten.

Seinen Aktionären will das Unternehmen für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Dividende in Höhe von 0,45 Euro je Aktie zahlen. Vorstand und Aufsichtsrat würden diesen Betrag der Hauptversammlung am 19. Juli vorschlagen, sagte Pföhler. Im vergangenen Jahr hatte Rhön-Klinikum noch 0,39 Euro je Aktie ausgeschüttet.

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