Proteste am Flughafen
Lust auf Thailand-Urlaub sinkt rapide

Den Deutschen vergeht angesichts der wochenlangen Flughafenblockade in Bangkok die Lust auf einen Urlaub in Thailand. Der Branchenprimus TUI verzeichne bereits erste Buchungsrückgänge. Während sich der Konkurrent Rewe Touristik mit einer Einschätzung noch zurückhält, rechnet auch der viertgrößte deutsche Anbieter Alltours mit negativen Folgen.

HB FRANKFURT. "Der Imageschaden für Thailand ist groß", sagte ein Sprecher. Lediglich Thomas Cook (Neckermann Reisen) erwartet keine Buchungsdelle. Der Ferienbetrieb im Süden Thailands sei von den Demonstrationen unberührt, sagte ein Sprecher. Das Land, in dem gerade die touristische Hauptsaison läuft, ist eines der beliebtesten Ferienziele der Deutschen.

Viele der Tausenden seit einer Woche in Bangkok gestrandeten Touristen konnten mittlerweile ihre Heimreise antreten. Sie wurden großteils mit dem Bus nach Phuket gebracht, wo der Flugverkehr normal läuft. Dorthin hat auch Lufthansa, deren Flüge hauptsächlich von Geschäftsreisenden genutzt werden, ihre Maschinen umgeleitet. Zudem wurde der Militärflughafen U-Tapao östlich von Bangkok geöffnet, den insbesondere der zu Air Berlin gehörende Ferienflieger LTU nutzt.

Die deutschen Fluggesellschaften kämen ihrer Fürsorgepflicht für die Urlauber sehr gut nach, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts. Von einigen ausländischen Gesellschaften lasse sich das aber nicht sagen. Um noch festsitzende deutsche Touristen aus dem Land zu bringen, erwägt das Auswärtige Amt daher selbst Flugzeuge anzumieten. Wie viele Deutsche noch vor Ort seien, lasse sich wegen der zahlreichen Individualreisenden aber nicht genau feststellen.

Bereits gebuchte Reisen nach oder über Bangkok haben die deutschen Reiseveranstalter zumeist bis einschließlich Freitag abgesagt, TUI bis einschließlich Sonntag. Die Gäste können ihren Urlaub kostenlos stornieren oder umbuchen.

Ein Ende der Flughafenblockade war auch am Montag nicht absehbar. Die Demonstranten, die seit längerem auch den Regierungssitz besetzt halten, haben ihr Hauptquartier mittlerweile an die Flughäfen verlegt. Sie wollen mit der Belagerung einen Rücktritt von Ministerpräsident Somchai Wongsawat erzwingen.

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