Proteste gegen Arbeitsplatzabbau: Flüge durch Alitalia-Streik gestrichen

Proteste gegen Arbeitsplatzabbau
Flüge durch Alitalia-Streik gestrichen

Es gab zwar nicht das befürchtete Chaos, doch 364 gestrichene Flüge sorgten für internationale Behinderungen. Grund war ein Streik bei der italienischen Fluggesellschaft Alitalia.

HB ROM/FRANKFURT. Nach Alitalia-Angaben wurden 364 Flüge gestrichen, davon die Hälfte ins Ausland. Weitere 64 Verbindungen mussten verlegt werden. Betroffen seien rund 18.000 Passagiere, teilte die Fluggesellschaft in Rom mit. In Deutschland fielen nach Angaben einer Sprecherin 15 Flüge von und nach Italien aus, rund ein Drittel des täglichen Alitalia-Angebots. Neben dem Flughafen in Frankfurt seien auch die in München, Berlin, Düsseldorf und Stuttgart betroffen. Die Passagiere seien bereits Ende voriger Woche informiert und größtenteils auf andere Flüge umgebucht worden.

Grund für den vorige Woche angekündigten eintägigen Streik ist der von Alitalia angekündigte massive Abbau von Arbeitsplätzen in den kommenden drei Jahren. Am Flughafen Rom blieben am Morgen die Check-in-Schalter verwaist. Punkt neun Uhr verließen die Alitalia-Beschäftigen ihre Arbeitsplätze.

Nach der Ankündigung der Sparmaßnahmen durch die wirtschaftlich angeschlagene Fluggesellschaft im vorigen Oktober hatte es bereits mehrere Protestaktionen gegeben. Bis 2006 sollen bei der defizitären staatlichen Fluglinie schrittweise mehr als 2 500 der knapp 21 000 Stellen wegfallen. Mit dem Restrukturierungsprogramm will Alitalia ihre Chancen für einen Betritt zur künftig größten Fluggesellschaft Europas verbessern, die aus dem Schulterschluss von Air France und KLM hervorgeht.

Mehrere Hundert Beschäftigte versammelten sich vor dem Finanzministerium in der Innenstadt von Rom und forderten von der Regierung personelle Konsequenzen an der Alitalia-Spitze. Das Management hatte kürzlich für das abgelaufene Geschäftsjahr 2003 einen operativen Verlust von 400 Millionen Euro angekündigt.

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