Proteste in Griechenland
Flughafen-Arbeiter streiken wegen Fraport-Deal

Flughafenbetreiber Fraport will 14 Regional-Flughäfen in Griechenland aufkaufen. Allerdings müssen die Behörden dem Deal noch zustimmen. Um das zu verhindern, wollen die Flughafenmitarbeiter nun fünf Tage lang streiken.

AthenIn Griechenland legen Flughafenbeschäftigte aus Protest gegen den Verkauf von Regional-Airports an den Frankfurter Fraport-Konzern die Arbeit nieder. Der Ausstand solle vom 20. Juni bis zum 25. Juni dauern, teilte die griechische Gewerkschaft Osypa am Dienstag mit.

Zum Streik aufgerufen seien 1200 Mitarbeiter in der Bodenabfertigung und dem Check-in. Betroffen sein dürften vor allem kleinere Flughäfen auf Urlaubinseln wie Mykonos und Santorin. Weitgehend normal dürfte der Flugverkehr hingegen in der Hauptstadt Athen laufen.

Der Flughafenbetreiber Fraport hatte Ende 2015 den Zuschlag für den Betrieb von 14 Regional-Airports in Griechenland erhalten. Der Preis dafür liegt bei gut 1,2 Milliarden Euro. Allerdings müssen dem Deal noch einige Behörden und politische Gremien in dem Land zustimmen. Der Abschluss der Transaktion ist für Ende des Jahres geplant.

Das hoch verschuldete Griechenland musste die Airports auf Druck der internationalen Geldgeber privatisieren. Damit soll nicht Schluss sein: Die Regierung erwägt bereits den Verkauf von 23 weiteren Kleinflughäfen. Auch dagegen richten sich die angekündigten Proteste der Arbeitnehmer.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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