P+S-Werft Neues Übernahmeangebot aus Lettland

Störfeuer oder solides Angebot? Ein Interessent aus Lettland hat kurz vor Verhandlungsende mit Nordic Yards ein Angebot für die P+S-Werft vorgelegt. Doch bislang fehlt noch der wichtige Finanzierungsnachweis.
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Der Ausrüstungskai auf der P+S-Werft am Standort Volkswerft Stralsund: Ein Interessent aus Lettland bringt Unruhe ins Spiel. Quelle: dpa

Der Ausrüstungskai auf der P+S-Werft am Standort Volkswerft Stralsund: Ein Interessent aus Lettland bringt Unruhe ins Spiel.

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StralsundKurz vor Abschluss der Verhandlungen über den Verkauf der insolventen P+S-Werft an Nordic Yards hat sich ein Interessent aus Lettland gemeldet. Dieser habe ein Angebot vorgelegt, aber keinen Finanzierungsnachweis erbracht, sagte ein Sprecher der Insolvenzverwaltung am Mittwoch. Nach Angaben des NDR will der Bieter 12, 5 Millionen Euro zahlen und bis Ende des Jahres 260 Arbeitsplätze garantieren - mehr als Nordic Yards.

Unterdessen laufen die Vertragsverhandlungen mit Nordic weiter. Eine Unterzeichnung des Vertrages wird noch im Mai erwartet. „Es gibt keinen Anlass zur Befürchtung, dass die Verhandlungen gefährdet sein könnten“, sagte Nordic-Sprecher Stefan Sprunk. Die Verhandlungen seien „sehr weit fortgeschritten“, die Gespräche mit der Insolvenzverwaltung sehr kooperativ.

Auch das Wirtschaftsministerium reagierte zurückhaltend auf die Offerte. „Nicht jeder Interessent hat ein tragfähiges Konzept mit Finanzierungsnachweisen“, sagte ein Sprecher des Ministeriums. Im April hatte sich die Landesregierung für einen Verkauf der Werft an Nordic ausgesprochen. „Wir sind an belastbaren Fakten interessiert, und daran hat sich nichts geändert“, sagte der Ministeriumssprecher. Das in russischem Besitz befindliche Unternehmen Nordic will die Werft zum 1. Juni 2014 übernehmen und dort vor allem Offshore-Plattformen bauen. Bereits zum 1. Mai hatte Nordic 48 P+S-Mitarbeiter übernommen. Bis Jahresende will das Unternehmen 250 Mitarbeiter beschäftigen. Der Kaufpreis beläuft sich auf 5 Millionen Euro sowie weitere 1,5 Millionen Euro bei einem Gewinnnachweis.

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  • dpa
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