Puma
Guldens mühsame Aufholjagd

Der Sportkonzern Puma verkauft wieder deutlich mehr Shirts, Shorts und Turnschuhe. Der Umsatz im ersten Quartal ist kräftig geklettert. Doch Puma-Chef Björn Gulden zahlt einen hohen Preis, um seine Ware los zu schlagen.
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MünchenDie gute Nachricht zuerst: Die Kunden greifen wieder gerne zu Puma. In den ersten drei Monaten des Jahres hat die fränkische Sportmarke mit 821 Millionen Euro gut 13 Prozent mehr eingenommen als voriges Jahr. Der schwache Euro verzerrt das Bild zwar, denn zu konstanten Wechselkursen betrug das Plus nur rund vier Prozent.

Aber immerhin, das Wachstum beweist: Der Plan von Puma-Chef Björn Gulden geht langsam auf. Der Norweger führt das Label nun seit fast zwei Jahren und ist angetreten, Puma wieder zu seinen Wurzeln im Sport zurück zu führen. Lange hatte sich die Marke mit dem Raubtierlogo auf Lifestyle fokussiert, doch das kam bei den Konsumenten mit den Jahren kaum noch an.

Allerdings zahlt Gulden einen hohen Preis für die Aufholjagd. Der Manager steckt Millionen in die Entwicklung attraktiver Produkte, in eine leistungsfähige IT, in neue Ausrüsterverträge, in moderne Läden. Dass ist einer der Gründe dafür, dass der ohnehin schon spärliche Gewinn im ersten Quartal noch einmal geschrumpft ist, und zwar um fast ein Drittel auf nur noch 25 Millionen Euro.

Doch Gulden hat auch Pech. Der starke Dollar vermiest ihm das Geschäft in für Puma wichtigen Ländern wie Russland, Argentinien, Brasilien und Mexiko. Dort brechen die Währungen ein und Gulden kann die Preise gar nicht so schnell erhöhen, wie die Importe teurer werden. Dadurch verkauft er weniger, der Gewinn in den Schwellenländern bricht ein

Doch auch ohne die krassen Währungsschwankungen der letzten Monate: Dass unterm Strich kaum etwas übrig bleibt, ist nicht überraschend. Gulden hat stets betont, dass es Jahre dauern wird und sehr teuer ist, die Marke wieder aufzurichten.

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