Putin-Vertrauter: „Gute Idee“
Russen erwägen Einstieg bei Deutscher Bahn

Die russische Staatsbahn OAO RZhD erwägt nach dem im Herbst geplanten Börsengang der Deutschen Bahn einen Einstieg in das Unternehmen. „Es ist eine gute Idee, wir werden darüber beraten“, sagte der Chef der Staatsbahn, Wladimir Jakunin, am Mittwoch im Beisein hochrangiger Manager der Deutschen Bahn. Jakunin gilt als enger Putin-Vertrauter.

HB SOTSCHI/BERLIN. Bahn-Chef Hartmut Mehdorn, der an Gespräch ebenfalls teilnahm, äußerte sich nicht zu der Ankündigung. In Deutschland lehnte ein Konzernsprecher ebenfalls einen Kommentar dazu ab. Es sei die Entscheidung des Eigentümers, welche Investoren man haben wolle, sagte er. Die Bahn ist als letzter großer Staatskonzern im Besitz des Bundes. Bei einer Reise mit Finanzminister Peer Steinbrück in Dubai lehnten auch dessen Sprecher Torsten Albig und Bahn-Vorstand Otto Wiesheu eine Stellungnahme ab.

Steinbrück war vor einigen Wochen Bedenken entgegengetreten, für das aktuelle Modell der Bahn-Teilprivatisierung würden sich kaum Investoren finden lassen. Die ersten Interessenten hätten sich bereits bei ihm gemeldet, sagte er. Er rechne mit Investoren, denen an einem relativ stetigen, kalkulierbaren, wenn auch nicht sehr hohen Ertrag in einem Wachstumsmarkt gelegen sei.

Die russische Staatsbahn bezeichnet sich selbst als zweitgrößtes Eisenbahnunternehmen weltweit. Sie macht einen Umsatz von etwa 40 Mrd. Dollar jährlich. Die Bundesregierung hatte Ende April die Weichen für eine Teilprivatisierung der Deutschen Bahn gestellt. Danach sollen im Herbst 24,9 Prozent des Transportgeschäftes verkauft werden.

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