Qualitätssiegel als Orientierung
Gütesiegel gewinnen an Glaubwürdigkeit

Kinderarbeit, Einsatz von Pestiziden, Ausbeutung der Arbeiter – die Bananenindustrie hat keinen guten Ruf. Chiquita kämpft dagegen an: 20 Mill. Euro hat der weltgrößte Bananenproduzent bisher ausgegeben, um seine Herstellung so zu verbessern, dass er das Zertifikat von „Rainforest Alliance“ auf seine Bananen kleben darf.

gie DÜSSELDORF. Die Umweltorganisation arbeitet seit zwei Jahren auch mit den Kaffeebauern von Kraft Foods zusammen, in Deutschland durch die Marke Jacobs Kaffee bekannt.

Ob solche Gütesiegel wirklich Kunden zum Kauf reizen, ist in der Nahrungsmittelbranche umstritten. Verbraucherschützer halten Gütesiegel zumindest bei Lebensmitteln inzwischen für hilfreich. Bis vor ein paar Jahren war das anders. „Vor allem in den 90er-Jahren gab es eine wahre Flut von Gütesiegeln“, sagt Ralf Schmidt-Pleschka von der Verbraucher-Initiative. Zertifikate hätten die Kunden eher verwirrt. Heute gebe es für Nahrungsmittel weniger Labels, die aber glaubwürdige Qualität belegen. „Die Zahl der empfehlenswerten Zertifikate nimmt zu“, sagt er.

Aber Gütesiegel ist nicht gleich Gütesiegel. Manche attestieren die Herkunft, sagen aber nichts über den Herstellungsprozess aus. Andere wie das der CMA belegen, dass das Produkt nach den gesetzlichen Standards hergestellt wurde. Das Fleisch-Zertifikat QS beweist, dass der Anbieter den Weg des Steaks von der Geburt des Tieres bis ins Supermarktregal nachvollzogen hat, und geht bei seinen Kontrollen über einige gesetzliche Standards hinaus.

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