Quartalsbericht
Umbau lässt Lufthansa-Gewinn schrumpfen

Nach neun Monaten hat die Lufthansa operativ eine Viertelmilliarde Euro weniger verdient. Trotzdem ist Vorstandschef Franz zufrieden – dank Germanwings. Dabei lief es in der Hauptreisezeit schlecht.
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FrankfurtDer Konzernumbau bei der Lufthansa lässt das operative Ergebnis der Fluggesellschaft schmelzen. Der operative Gewinn von Deutschlands größter Airline ging nach neun Monaten im Vergleich zum Vorjahr um rund 250 Millionen Euro auf 661 Millionen Euro zurück, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Frankfurt mit.

Bereinigt um Restrukturierungskosten und Einmaleffekte konnte die Lufthansa das operative Ergebnis jedoch deutlich auf 859 Millionen Euro (2012: 582 Millionen Euro) steigern – „normalisiert“ nennt die Fluggesellschaft diese Zahl dann. Im Zeitraum zwischen Juni und September lief es allerdings nicht gut für die Lufthansa. Der operative Gewinn ging im wichtigen Sommerquartal um mehr als zwölf Prozent auf 589 Millionen Euro zurück – ein herber Rückschlag.

Die Lufthansa hob jedoch die Zahlen im Passagiergeschäft hervor: Dank der laufenden Konzernsanierung und Erlössteigerungen sei der operative Gewinn der Lufthansa Passage und der Billigtochter Germanwings in den ersten neun Monaten um 170 Prozent auf 300 Millionen Euro gestiegen. Dabei profitierte der Konzern aber vom zweiten Quartal. Im abgelaufenen Vierteljahr sprang nur ein Mini-Zuwachs von gut drei Prozent heraus.

„Wir haben das Ergebnisniveau im Passagiergeschäft deutlich gesteigert“, sagte Vorstandschef Christoph Franz dennoch. „Erstmals seit fünf Jahren schreiben wir im Lufthansa-Europaverkehr wieder schwarze Zahlen – dank den Fortschritten mit Germanwings“, so Franz weiter. Das im Februar 2012 eingeleitete Sparprogramm „Score“ zeige Wirkung. Die Lufthansa hat im Rahmen des Konzernumbaus die gesamten innerdeutschen und innereuropäischen Verbindungen außerhalb der Drehkreuze Frankfurt und München auf die Germanwings übertragen.

Die Schweizer Tochter Swiss steigerte den Betriebsgewinn um fünf Prozent. Weniger gut lief es hingegen bei Austrian Airlines - hier brach der Gewinn um 90 Prozent ein. Allerdings hatte der österreichische Lufthansa-Ableger im Vorjahr von hohen Sondergewinnen profitiert.

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Nettoergebnis bricht ein

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  • no worries - Danke.

  • Lieber Leser S.B.,
    vielen Dank für Ihren Hinweis, ist korrigiert.
    So einen Fehler kann man leider auch nüchtern machen...!

  • eine Viertelmillion Euro weniger verdient: na, das ist ja mal eine Meldung wert.

    Wer schreibt sowas? Und dann auch noch im ersten Satz....

    Noch nicht ganz nüchtern wieder ...?

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