Quartalsbilanz
BayWa holt auf

Europas größter Agrarhandelskonzern BayWa hat den witterungsbedingten Spätstart ins Jahr mit einem guten Sommergeschäft wieder wettgemacht. Für das Gesamtjahr sieht Vorstandschef Wolfgang Deml den Konzern auf dem richtigen Weg.

HB MÜNCHEN. Dank deutlicher Zuwächse im Baustoffhandel und bei Brennstoffen sei der Umsatz in den ersten neun Monaten um rund elf Prozent auf 5,3 Mrd. Euro gestiegen, teilte die BayWa AG am Mittwoch in München mit. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit legte vor allem durch Einnahmen aus dem Verkauf einer Beteiligung um rund 20 Mill. Euro auf 59,4 Mill. Euro zu.

Für das Gesamtjahr sieht Vorstandschef Wolfgang Deml den Konzern auf dem richtigen Weg. Das Ziel eines Umsatzes von sieben Mrd. Euro und einem bereinigten Vorsteuerergebnis von 60 Mill. Euro sei nun gefestigt. „Nach einem katastrophalen Start im ersten Quartal können wir nun die Vorjahreszahlen aus dem dritten Quartal überspringen.“ In den ersten drei Monaten hatte der ungewöhnlich lange Winter dem Konzern vor allem im Agrarhandel das Geschäft verhagelt. Weiteres Wachstum will sich die BayWa auch durch Übernahmen sichern. „Wir versuchen ständig, neue Standorte zu kaufen.“

Kräftig zulegen konnte das Unternehmen bis Ende September vor allem im Bereich Bau. In dieser Sparte stieg das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um knapp 47 Prozent auf 8,8 Mill. Euro. Dabei profitierte die BayWa auch von Restrukturierungen. Sechs unrentable Standorte im Bereich Bau- und Gartenmarkt wurden geschlossen.

Insgesamt ging die Zahl der Beschäftigten leicht auf 15 650 zurück. Besonders im Bereich Agrar müsse auch in Zukunft mit weiterem Stellenabbau gerechnet werden. Eine Größenordnung nannte Deml aber nicht. Der Abbau solle sozialverträglich erfolgen. „Wir müssen reduzieren, weil wir dazukaufen. Es ist nicht so, dass wir die Mrd. verdienen und die Leute rausschmeißen“, betonte Deml.

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