Quartalsbilanz: Home Depot und Wal-Mart legen zu

Quartalsbilanz
Home Depot und Wal-Mart legen zu

Die Quartalszahlen von Wal-Mart und Home Depot sind ein verlässlicher Indikator für den Zustand der US-Wirtschaft. Nach den heute vorgelegten Zahlen fällt demnach eine leichte Verbesserung auf.
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New York/ChicagoDer weltgrößte Einzelhändler Wal-Mart leidet auf seinem US-Heimatmarkt unter der nur zögerlichen Wirtschaftserholung und hohen Arbeitslosigkeit. Die Preis- wie auch Verkaufsprobleme in den USA seien größer als erwartet, sagte Wal-Mart-Chef Mike Duke am Dienstag. Auf vergleichbarer Basis setzte der Metro-Konkurrent zum siebten Mal in Folge weniger um. Wal-Mart verliert vor allem Kunden an billigere Anbieter. Ein Vier-Punkte-Programm zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit soll die US-Verkäufe jetzt wieder auf die Beine bringen. Dafür bedingt sich Duke allerdings Zeit aus. Trotz der Schwierigkeiten legte der Gewinn im am 31.Januar geendeten Vierteljahr um vier Prozent zu.

Wal-Mart ist in mehr als ein Dutzend Ländern vertreten. Der Konzern will weiter wachsen und sicherte sich zuletzt eine Mehrheitsbeteiligung am südafrikanischen Rivalen Massmart . Trotzdem ist der Heimatmarkt mit mehr als 60 Prozent immer noch für den Löwenanteil des Umsatzes verantwortlich. Im vierten Quartal stieg der Überschuss im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 5,02 Milliarden Dollar. Der Umsatz wuchs um 2,5 Prozent auf 115,6 Milliarden Dollar. In den USA fielen die Erlöse auf vergleichbarer Basis jedoch um 1,8 Prozent.

Die Wall Street schaut vor allem auf das Ergebnis in den USA, wo Mal-Mart rund 1,4 Millionen Menschen beschäftigt. Im Oktober hatte Duke Analysten eine Besserung des Geschäfts in Aussicht gestellt. Das sei nicht geschehen und das sei eine Enttäuschung, sagte Joseph Feldman von der Telsey Advisory Group. Die Wal-Mart-Aktie fiel vorbörslich um 1,3 Prozent. Auch fürs laufende erste Quartal gibt sich der Rivale von Carrefour vorsichtig. In den USA rechnet der Konzern mit einem Umsatzrückgang von bis zu zwei Prozent, zumindest aber mit einer Stagnation.

Die US-Baumarktkette Home Depot profitierte davon, dass die US-Verbraucher wieder mehr Geld für Reparaturarbeiten in ihren Häusern ausgeben. Der Nettogewinn aus dem fortgeführten Geschäft stieg im vierten Quartal um über 70 Prozent auf 587 Millionen Dollar. Der Umsatz stieg ebenfalls stärker als von Analysten erwartet um 3,8 Prozent auf 15,1 Milliarden Dollar, wie der US-Marktführer am Dienstag mitteilte. Die Konsumenten seien in einem positiveren konjunkturellen Umfeld lang aufgeschobene Arbeiten im Haus endlich angegangen.

Um mehr Kunden anzulocken, setzte der Baumarktriese in den vergangenen Monaten verstärkt auf billigere Produkte. Zudem drosselte er seine Expansionsstrategie und setzte auf niedrigere Kosten. Die langsam wieder anziehende Konjunktur in den USA läßt Home Depot 2011 ein Umsatzplus von rund 2,5 Prozent erwarten. Der kleinere Konkurrent Lowe will seine Geschäftszahlen am Mittwoch vorlegen.

 

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