Quartalsbilanz
Vogelgrippe drückt auf Geschäft von Thomas Cook

Nicht so gut wie erwartet verlief das Geschäft beim Reisekonzern Thomas Cook in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres. Schuld daran seien die Vogelgrippe und die Fußball-WM.

HB FRANKFURT. Nach neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres stiegen die Umsätze nur um zwei Prozent auf fünf Mrd. Euro und blieben damit hinter den Erwartungen zurück. Cook reagierte mit einer Senkung der Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2005/2006 (zum 31. Oktober).

Anstelle der erhofften vier Prozent Zuwachs rechne zweitgrößte Reisekonzern Europas nun mit zwei bis drei Prozent mehr Umsatz, teilte Cook am Dienstag mit. Eine bessere Entwicklung in diesem Jahr sei durch Einbußen während der Fußball-Weltmeisterschaft und die Vogelgrippe verhindert worden. Viele Briten seien in diesem Jahr nicht verreist, erklärte Cook-Finanzvorstand Ludger Heuberg auf der Bilanzpressekonferenz in Oberursel bei Frankfurt. Den Einbußen in Großbritannien stehe eine positive Entwicklung in Deutschland gegenüber, wo das Unternehmer besser als der Gesamtmarkt abschneide.

Der Vorsteuerverlust der gemeinsamen Tochter von Lufthansa und Karstadt-Quelle ging wie im Vorjahr deutlich um 20 Prozent auf 55,9 Mill. Euro zurück. An dem Ziel, den Vorsteuergewinn des Vorjahres von 140 Mill. Euro um mindestens fünf bis zehn Prozent zu erhöhen, halte Cook fest. Das Ergebnis sei bei der Fluggesellschaft Condor von den hohen Kerosinkosten in diesem Jahr bislang mit mehr als 16 Mill. Euro belastet worden.

„Wir sind auf dem richtigen Weg“, sagte Vorstandschef Thomas Holtrop. „Die Tourismusbranche beweist, dass sie eine Wachstumsbranche ist.“ Das Marktumfeld sei aber schwierig angesichts steigender Treibstoffkosten und stagnierender Budgets der privaten Haushalte, um die neben Reiseanbietern andere Branchen buhlten. Thomas Cook wolle vor allem mit dem Ausbau der Online-Vermarktung per Internet wachsen. Auf die Verhandlungen der beiden Cook-Gesellschafter über eine vollständige Übernahme des Konzerns durch KarstadtQuelle und einen möglichen Verkauf von Condor ging Holtrop in seiner Rede zunächst nicht ein.

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