Quartalsbilanz
Wal-Mart enttäuscht die Märkte

Im zweiten Quartal dieses Jahres hat der weltgrößte Einzelhändler Wal-Mart seinen Gewinn zwar gesteigert. Die hohen Erwartungen der Analysten konnte das Unternehmen jedoch nicht erfüllen. Und auch der Ausblick sorgte für wenig Begeisterung.

HB NEW YORK. Gestiegene Benzinpreise und die Krise am US-Eigenheimmarkt verhageln dem weltgrößten Einzelhändler Wal-Mart das Geschäft. Der Konzern senkte am Dienstag seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr und machte dafür die Ebbe im Portemonaie der Verbraucher verantwortlich. Zudem blieb der US-Konzern mit seinem Gewinn im abgelaufenen Quartal unter den Erwartungen. Die Aktien von Wal-Mart verloren im Zuge der Nachrichten vorbörslich rund 4,5 Prozent und belasteten auch die Stimmung am Gesamtmarkt. Firmenchef Lee Scott nannte die Entwicklung enttäuschend. „Es ist kein Geheimnis, dass vielen Verbrauchern das Geld vor dem Ende eines Monats ausgeht.“ Daran seien auch hohe Spritkosten und die Krise am Häusermarkt schuld.

Für das Vierteljahr per Ende Juli nannte Wal-Mart einen Gewinn von 3,1 Milliarden Dollar oder 76 Cent je Aktie. Im Vorjahreszeitraum hatte der Gewinn 2,08 Milliarden Dollar betragen, wurde aber wegen des Verkaufs der deutschen Geschäfte von hohen Einmalbeträgen belastet. Pro Aktie verdiente der Konzern im abgelaufenen Vierteljahr im operativen Geschäft vor Sonderposten 72 Cent. Analysten hatten 76 Cent erwartet.

Auch mit seinen Ausblicken blieb Wal-Mart unter den Erwartungen. Im laufenden dritten Quartal erwartet der Konzern einen Gewinn pro Aktie zwischen 62 und 65 Cent, während Analysten bislang von 68 Cent ausgingen. Für das Gesamtjahr nahm das Unternehmen seine Prognose für den operativen Gewinn zurück, und zwar auf 3,05 bis 3,13 Dollar pro Aktie von zuvor 3,15 bis 3,23 Dollar. Analysten gingen im Schnitt von 3,16 Dollar aus. Wal-Mart hatte zuletzt die Preise für tausende Artikel um teilweise bis zu 50 Prozent gesenkt, um den Umsatz anzukurbeln. Dies gelang zwar, ging aber zu Lasten der Gewinn-Marge.

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