Quartalsergebnis
Personaldienstleister schwimmen auf Konjunkturwelle

Für Adecco zahlt sich die zunehmende Konzentration auf die Fachkräftevermittlung aus. Mit Rückenwind von der guten Konjunktur steigerte der Schweizer Personaldienstleister seinen Gewinn. Auch Konzerntochter DIS hat nach unerwartet hohen Zuwächsen im dritten Quartal hat ihre Jahresprognose angehoben.

HB ZÜRICH / DÜSSELDORF. Mit dem zusätzlichen Rückenwind einer guten Konjunktur steigerte Adecco im dritten Quartal 2006 den Gewinn gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal um 38 Prozent auf 164 Mill. Euro und der Umsatz wuchs um elf Prozent auf 5,33 Mrd. Euro. Der neue Konzernchef Dieter Dieter Scheiff konnte damit am Freitag einen über den Analystenschätzungen liegenden Quartalsabschluss vorlegen, den die Börse mit einem Kursanstieg von mehr als drei Prozent quittierte.

Für die Zukunft ist Adecco zuversichtlich. Die aktuellen Rahmenbedingungen und die Schlüsselindikatoren für den weltweiten Personalvermittlungsmarkt „weisen auf eine günstige Entwicklung der Branche hin“, so Adecco.

Im wichtigsten Markt Frankreich hat der Konzern weiter aufgeholt, nachdem der weltweite Branchenführer gegenüber Konkurrenten wie Vedior ins Hintertreffen geraten war. Der Umsatzwachstum, im Berichtsquartal bei zehn Prozent auf 1,82 Mrd. Euro, hat sich über die vergangenen drei Quartals beschleunigt. Im ersten Quartal hatte Adecco lediglich um drei Prozent zugelegt und sich im zweiten Jahresviertel dann auf acht Prozent gesteigert.

Allerdings kämpft Adecco in Frankreich weiter mit der Profitabilität. Während die Bruttomarge im Konzern im dritten Quartal in erster Linie dank der übernommenen deutschen DIS um 40 Basispunkte auf 17,2 Prozent verbesserte, sank sie in Frankreich zwar langsamer als im Vorquartal aber immer noch um 30 Basispunkte. Die operative Marge des Frankreich-Geschäfts lag bei 4,1 Prozent und blieb damit dank Kostensenkungen nach den Worten von Scheiff „weitgehend stabil“.

Der ganze Konzern kam bei einem um 31 Prozent auf 243 Mill. Euro erhöhten Betriebsgewinn auf eine Marge, die sich auf 4,6 Prozent von 3,9 Prozent verbesserte.

Adecco bestätigte seine mittelfristigen Ziele und geht weiterhin von einem jährlichen Umsatzwachstum von durchschnittlich mindestens sieben bis neun Prozent und einer Verbesserung der Betriebsgewinnmarge auf über fünf Prozent bis 2009 aus.

In den USA, wo der Konjunkturzyklus im weltweiten Vergleich am weitesten fortgeschritten ist, konnte Adecco den Umsatz um drei Prozent und die Betriebsmarge auf 4,4 Prozent von 3,9 Prozent im Vorjahr steigern. Die Adecco-Aktien reagierten auf den Quartalsabschluss mit einem Kurssprung um 3,3 Prozent auf 78,95 sfr. Seit Jahresanfang haben die Titel gut ein Viertel hinzugewonnen.

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