Quartalsgewinn geht deutlich zurück
Schwache US-Wirtschaft bremst Post

Der Deutschen Post machen die Finanzmarktkrise und ihre US-Expresssparte zu schaffen. Deshalb haben ihre Quartalszahlen die Analystenerwartungen nicht erfüllt. Noch in diesem Monat soll der Aufsichtsrat sich mit der Frage befassen, wie die Problemsparte zu sanieren ist.

HB DÜSSELDORF. Zwar stieg der Umsatz leicht auf 15,7 Mrd. Euro, doch der operative Gewinn (Ebit) sank vor allem wegen Sonderaufwendungen bei der Postbank um 15 Prozent auf 851 Mill. Euro, teilte der Konzern am Mittwoch in Bonn mit. Der Konzerngewinn brach um mehr als 18 Prozent auf 407 Mill. Euro ein.

Allein die Express-Sparte mit dem verlustträchtigen US-Geschäft verbuchte im Auftaktquartal einen Ebit-Rückgang um 32 Prozent auf 21 Mill. Euro. Bis Ende des Monats will der Konzern ein Sanierungskonzept für die Sparte vorlegen, über das der Aufsichtsrat am 28. Mai beraten wirdl. Dann wolle der Konzern seine Pläne veröffentlichen, wie das US-Geschäft "sehr deutlich" verbessert werden solle, sagte Finanzchef John Allan.

"Das Quartal war in der Tat von einer schwachen amerikanischen Wirtschaft beeinflusst", erläuterte Allan. Mit den Ergebnissen der Express-Sparte sei der Konzern "nicht zufrieden". Zudem schlugen bei dem Ertragsbringer Postbank einmalige Aufwendungen infolge der globalen Finanzmarktkrise in einer Gesamthöhe von 174 Mill. Euro zu Buche. Der Gewinn vor Steuern war bei der Postbank im Zeitraum von Januar bis März im Vergleich zum Vorjahresquartal um gut ein Viertel auf 166 Mill. Euro zurückgegangen. Ohne die Einmalaufwendungen bei der Postbank sei das operative Ergebnis der Post AG vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 6,4 Prozent auf rund eine Milliarde Euro gestiegen und liege damit innerhalb der Erwartungen, sagte Allan.

Um die Postbank ranken sich seit Monaten Übernahmespekulationen, nachdem die Konzernmutter angekündigt hatte, neu über die Zukunft des Instituts nachzudenken. Eine rasche Entscheidung sei aber nicht zu erwarten, bekräftigte Allan. Das Institut entwickele sich gut, es bestehe kein Handlungsdruck.

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