Quartalsverlust verringert
Teures Kerosin kann Lufthansa nichts anhaben

Die Deutsche Lufthansa AG hat ihren Verlust im operativen Geschäft im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf ein Viertel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verringert und damit viele Analysten überrascht.

HB FRANKFURT. Vorstandschef Wolfgang Mayrhuber sagte am Mittwoch, das Minus dem eigentlichen Geschäft habe 26 Mill. Euro belaufen im Vergleich zu 116 Mill. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Nettoverlust habe jedoch 116 Mill. Euro betragen. Analysten hatten mit jeweils deutlich höheren roten Zahlen gerechnet. Der Konzernumsatz von Januar bis März blieb mit 3,9 Mrd. nahezu unverändert.

Mayrhuber betonte, die deutliche Verringerung des operativen Verlustes sei trotz zusätzlicher Kosten für Treibstoff geschafft worden. Wenn sich die Gesellschaft nicht über das so genannte Hedging abgesichert hätte, wären weitere 50 Mill. Euro angefallen. Die Erlöse pro Passagier (Yields) seien im ersten Quartal erneut um 1,7 Prozent gesunken. Der Rückgang fiel damit allerdings deutlich schwächer aus als noch Ende 2004.

Bei ihren Sparbemühungen sei Lufthansa gut vorangekommen, betonte Mayrhuber. Von dem Ziel, bis Jahresende Kosten und Produktivität um 780 Mill. Euro zu verbessern, seien bereits 515 Mill. Euro erreicht worden. Das auf drei Jahre angelegte Kostensenkungsprogramm soll bis Ende 2006 das Konzernergebnis um 1,2 Mrd. Euro erhöhen. Erst am Vortag hatte sich die Lufthansa mit dem Kabinenpersonal auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Damit sind inzwischen für alle Mitarbeiter neue Kontrakte ausgehandelt worden, mit denen der Konzern erheblich spart.

Mayrhuber bekräftigte die Jahresprognose des Vorstands, wonach ein operatives Ergebnis von 383 Mill. Euro erzielt werden solle. Die Situation der Luftverkehrsbranche für unverändert schwierig. Überkapazitäten führten zu einem anhaltenden Druck auf die Durchschnittserlöse. Ferner gehe Lufthansa davon aus, dass der Treibstoffpreis auf hohem Niveau verharren werde.

Zur zugekauften Fluggesellschaft Swiss erklärte die Lufthansa, dass sie von einer vollständigen Konsolidierung im zweiten Halbjahr ausgeht. Die Belastungen werde Lufthansa durch gezieltes Kapazitätsmanagement, die zeitgerechte Umsetzung des Aktionsplans zur Kostenreduzierung und die absehbaren Ergebnisverbesserungen in den übrigen Konzernbereichen operativ weitgehend kompensieren.

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