Quartalszahlen
Amazon legt weiter kräftig zu

Amazon prescht mit voller Kraft nach vorne: Der Umsatz im dritten Quartal stieg um satte 24 Prozent an. Der Expansionsdrang des weltgrößten Online-Händlers brachte allerdings auch hohe Kosten mit sich.
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SeattleDer weltgrößte Online-Händler Amazon scheint in seinem Expansionsdrang nicht zu bremsen zu sein. Der Umsatz im dritten Quartal wuchs um 24 Prozent auf 17,1 Milliarden Dollar (12,4 Mrd Euro). Angesichts der damit verbundenen hohen Kosten etwa für neue Versandzentren fiel allerdings erneut auch ein Verlust an.

Amazon durchläuft einen Wandel von einem reinen Internet-Händler zu einem breit aufgestellten Technologieunternehmen und bietet inzwischen eigene Tablets in Konkurrenz zu Apples iPad an sowie Online-Datendienste - sogenanntes Cloud Computing - für Privatleute, Firmen und Behörden.

Diese Neuausrichtung lässt sich Amazon einiges kosten, so dass auch im dritten Quartal ein Verlust von netto 41 Millionen Dollar anfiel. Vor einem Jahr stand jedoch noch ein Minus von 274 Millionen Dollar unter dem Strich. Zudem hatte Amazon wegen seiner Pläne für massive Investitionen einen Verlust angekündigt.

Um die Kosten besser in den Griff zu kriegen, hatte Amazon erst in dieser Woche die Schwelle für den Gratisversand im US-Heimatmarkt von 25 auf 35 Dollar pro Bestellung angehoben. Für Deutschland sei eine Anhebung der 20-Euro-Schwelle „derzeit nicht geplant“, erklärte eine Sprecherin auf Anfrage.

„Es waren geschäftige Monate“, erklärte Gründer und Firmenchef Jeff Bezos. Er verwies auf den Verkaufsstart des neuen Lesegeräts Kindle Fire, den Start des Kunsthandelsdiensts, die Eröffnung eines neuen Servicecenters und die Anmeldung von "Millionen neuer Abonnenten" beim Prime-Dienst, der gegen Zahlung eines Jahresabos erlaubt, ohne zusätzliche Kosten Waren binnen zwei Tagen zu erhalten.

Bezos hatte aber nicht nur mit neuen Produkten für Schlagzeilen gesorgt, sondern auch mit dem Kauf der „Washington Post“. Für die renommierte US-Zeitung blätterte er 250 Millionen Dollar aus seinem Privatvermögen hin.

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