Quartalszahlen
Disney lässt die Maus raus

Walt Disney veröffentlichte am Dienstag nach Börsenschluss die Ergebnisse für das erste Quartal ihres laufenden Geschäftsjahres 2008. Der seit Monaten andauernde Streik der TV- und Filmautoren Januar ließ wenig Raum für Optimismus. Aber Mickey Maus konnte auch anders.

HB LOS ANGELES. Statt mit Klagen überraschte der Konzern mit guten Ergebnissen. Der Reingewinn ohne Einmalposten stieg gegenüber dem Vorjahr um 29 Prozent auf 1,25 Mrd. Dollar oder 63 Cents pro Aktie. Der Umsatz wuchs um neun Prozent auf 10,45 Mrd. Dollar. Laut Thomson Financial hatten Analysten im Schnitt mit einem Reingewinn von 52 Cents pro Aktie bei Erlösen von rund 10 Mrd. Dollar gerechnet. Der Gewinn des Vorjahres von 79 Cents pro Anteil war durch Buchgewinne aus dem Verkauf von Beteiligungen geschönt. Ohne Einmalposten verdiente Disney im Vorjahr 49 Cents pro Aktie.

Mit Ausnahme des Filmstudios, das im vergangenen Jahr unter anderem von starken DVD-Verkäufen populärer Filme profitierte, buchten alle Geschäftsbereiche zweistellige Zuwachsraten bei Erlösen und operativen Gewinnen. Hohes Wachstum verzeichneten vor allem die Kabel-TV-Aktivitäten, in erster Linie der ESPN-Sportkanal, sowie die Vergnügungsparks.

Zur Kurspflege kaufte Disney im Quartal für rund eine Milliarde Dollar eigene Aktien zurück und nahm dafür zum Teil Kredit auf. Die Nettoverschuldung stieg im Quartal um 814 Mill. auf 12,3 Mrd. Dollar.

Obwohl weder Disneys Geschäft mit Anzeigen noch mit den Vergnügungsparks immun gegen einen wirtschaftlichen Abschwung ist, schöpften Anleger Mut. Der Kurs, der im regulären Handel zusammen mit dem Rest der Börse in den Keller gegangen war, legte im nachbörslichen Handel deutlich zu.

Quelle: Handelsblatt
Jens Eckhardt
Handelsblatt / Korrespondent
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