Quartalszahlen
Gewinnrückgang bei GfK belastet Aktie

Das Marktforschungsunternehmen GfK hat im dritten Quartal einen klaren Gewinnrückgang hinnehmen müssen, was die Aktie deutlich belastete. Auch das Versprechen, dass Synergien aus der Übernahme des Konkurrenten NOP World schon bald für bessere Zahlen sorgen werden, beeindruckte die Anleger nicht.

HB MÜNCHEN. Unter dem Strich seien von Juli bis September 2006 mit 15,2 Mill. Euro gut elf Prozent weniger verdient worden als im Vorjahreszeitraum, teilte das Nürnberger Unternehmen am Dienstag mit. Die GfK hatte vergangenes Jahr den Konkurrenten NOP World übernommen. Zum Ende des Jahres sei mit Integrationskosten von rund vier Mill. Euro zu rechnen, hieß es im Quartalsbericht - eine Million mehr als bislang veranschlagt. Allerdings würden die angestrebten Synergien aus der Akquisition früher erreicht werden. Zuletzt hatte die in 70 Ländern tätige GfK für 2006 mit Synergien von sieben Mill. Euro und 15 Mill. im nächsten Jahr gerechnet.

An der Börse quittierten die Investoren den Gewinnrückgang mit Verkäufen. GfK-Aktien verloren mehr als fünf Prozent auf unter 35 Euro und waren damit größter Verlierer im Kleinwerte-Index SDax.

Ihren Umsatz steigerte die GfK im dritten Quartal um gut drei Prozent auf 266 Mill. Euro. In den ersten neun Monaten kletterten die Erlöse sogar um mehr als 27 Prozent auf rund 800 Mill. Euro. Das Unternehmen bekräftigte seine Prognose eines im Gesamtjahr erwarteten Umsatzes von 1,1 Mrd. Euro. Das würde einem Zuwachs von 18 Prozent entsprechen. Bis Oktober waren bereits gut 93 Prozent der angepeilten Erlöse als Auftragsbestand gebucht.

Zudem will die GfK profitabler werden: Die Umsatzmarge soll 2006 bei 13,3 bis 13,6 Prozent liegen. Bislang waren mindestens 13 Prozent eingeplant gewesen. 2005 hatte die GfK - unter Berücksichtigung ihrer Zukäufe - eine Marge von 12,6 Prozent erzielt.

Der Marktforscher erhebt Produkt- und Marketing-Analysen für Unternehmen und veröffentlicht monatlich den an den Börsen viel beachteten deutschen Konsumklima-Index.

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