Quartalszahlen
H&M übertrifft Erwartungen

Der weltweit drittgrößte Textilkonzern steigert Quartalsgewinn dank Dollarschwäche, die Einkäufe verbilligt. Für das gesamte erste Halbjahr stiegt der Gewinn um elf Prozent.



HB STOCKHOLM. Das schwedische Modeunternehmen Hennes & Mauritz hat im zweiten Quartal mehr verdient als von Experten erwartet. Der Vorsteuergewinn habe in den drei Monaten 5,43 Milliarden Schwedische Kronen (SEK, rund 590 Millionen Euro) betragen, teilte der weltweit drittgrößte Bekleidungseinzelhändler mit. Das entspricht einer Steigerung von sechs Prozent. Analysten hatten im Schnitt mit einem Gewinn von 5,25 Milliarden Kronen gerechnet.

Grund für die guten Zahlen sei unter anderem die Dollarschwäche, die den Einkauf verbilligt hatte. Die günstigeren Einkaufspreise haben mehr Vorteile gebracht, als durch negative Effekte beim Verkauf und höhere Transportkosten der Gewinn beeinträchtigt wurde. H&M kauft größtenteils in US-Dollar ein, erzielt aber die meisten Erlöse in Euro und profitiert deshalb von der zurückliegenden Währungskursentwicklung. Auch die Stärke der heimischen Schwedischen Krone kam H&M zugute.

Auch die Umsätze im Mai lagen über den Expertenschätzungen. Sie stiegen um 25 Prozent, auf vergleichbarer Fläche um 14 Prozent. Analysten hatten mit einem Plus von 22 Prozent bzw 9,7 Prozent gerechnet. Vor allem das gute Wetter sei für den Anstieg verantwortlich. In den beiden vorangegangenen Monaten sorgten kühle Temperaturen noch für schwache Umsätze. Im April waren die Einnahmen noch um ein Prozent gesunken und bereinigt um Flächensteigerungen sogar um zehn Prozent rückläufig.

Für das gesamte erste Halbjahr (Fiskaljahr endet am 30. November) betrug der Vorsteuergewinn 9,490 Milliarden SEK, was einem Plus von elf Prozent entspricht. Die Aktie von H&M hat in den letzten sechs Monaten bis Dienstag 17 Prozent an Wert verloren. Am Mittwochmorgen starten die Papiere mit einem Plus von sieben Prozent bei 342,50 SEK.

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