Quartalszahlen
Neuer Chef bringt Groupon wieder nach vorn

Der Verlust sank um zwei Drittel und der Heimatmarkt wuchs. Nach dem Abgang des Mitgründers Andrew Mason als CEO geht es für das Schnäppchenportal Groupon wieder aufwärts. Die Aktie legte gewaltig zu.
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ChicagoDas neue Führungsduo bei Groupon hält die Geschäfte am Laufen. Im ersten Quartal stieg der Umsatz des Schnäppchen-Portals im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8 Prozent auf 601 Millionen Dollar.

Damit übertraf der Branchenprimus die Erwartungen. Analysten waren von lediglich 590 Millionen Dollar ausgegangen. Groupon-Aktien legten nachbörslich rund zwölf Prozent zu.

„Unsere Ergebnisse spornen uns an“, sagte Mitgründer und Verwaltungsratschef Eric Lefkofsky am Mittwoch am Firmensitz in Chicago. Er hat zusammen mit seinem Stellvertreter Ted Leonsis vorläufig die Geschäfte übernommen, nachdem sein Kompagnon Andrew Mason vor drei Monaten wegen Erfolglosigkeit als Konzernchef gehen musste.

Früher hatte Groupon prozentual zweistellig zulegen können, doch in den vergangenen Quartalen hatte das Schnäppchenfieber nachgelassen. Mason hatte für das erste Quartal schlimmstenfalls sogar eine Stagnation vorausgesagt. Dies wurde durch das weiterhin gutlaufende Geschäft im Heimatmarkt Nordamerika verhindert; dagegen schrumpfte das internationale Geschäft. In den USA kletterte der Umsatz um 42 Prozent, während er international um 18 Prozent fiel.

Der Verlust sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von unterm Strich 12 Millionen auf 4 Millionen Dollar. Gewerbetreibende können bei Groupon Rabattcoupons anbieten. Das Unternehmen erhält dafür einen Teil der Einnahmen. Dem stehen jedoch hohe Kosten für die Verwaltung der Schnäppchen sowie die Werbung gegenüber.

Groupon steht unter enormen Druck der Investoren. Beim Börsengang Ende 2011 hatte die Aktie noch 20 Dollar gekostet, zuletzt waren es rund 6 Dollar. Neben den anhaltenden Verlusten sorgten auch eine Reihe von Patzern dafür, dass Mason am Ende gehen musste. So hatte die Börsenaufsicht SEC eine allzu kreative Buchführung bemängelt.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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