Quartalszahlen schlechter als im Vorjahr
Fielmann leidet unter Nulltarif

Von der "Nulltarif-Versicherung" verspricht sich Europas größter Optiker Fielmann glänzende Gewinne. Nun hat sie ihm aber erstmal das Ergebnis verhagelt.

HB HAMBURG. Der Gewinn vor Steuern sei in den ersten drei Monaten auf rund 10 Millionen Euro zurückgegangen, teilte Fielmann am Donnerstag bei der Vorlage der Quartalszahlen mit. Im Vorjahr waren es noch 26,4 Millionen Euro. Die Optikerkette hat für die Werbung zur Einführung ihrer so genannten „Nulltarif-Versicherung“ im ersten Quartal eigenen Angaben zufolge mehr als 20 Millionen Euro ausgegeben.

Der Quartalsumsatz ging nach vorläufigen Zahlen von im Vorjahr 194,9 auf 169 Millionen Euro zurück. Vor einem Jahr hatte Fielmann noch Aufträge aus dem Jahr 2003 abgearbeitet, die wegen der Abschaffung der Zuzahlungen eingegangen waren.

Die zusammen mit dem Versicherer Hanse-Merkur eingeführte „Nulltarif-Versicherung“, die kostenlose Brillen verspricht, soll das Geschäft in den kommenden Monaten ankurbeln. Seit der Einführung der Versicherung seien mehr als 600 000 Verträge abgeschlossen worden. Die Neuaufträge seien von Januar bis März um ein Drittel gestiegen, im April sogar um 37 Prozent. Die Werbung für die Nulltarif-Versicherung könne nun zurückgenommen werden, parallel dazu würden Umsatz und Absatz steigen, erklärte Fielmann. Die Gewinne würden sich in den nächsten Quartalen vervielfachen.

Bis Jahresende will das im Nebenwerte-Index MDax gelistete Unternehmen 15 neue Niederlassungen eröffnen und 300 Mitarbeiter einstellen. Bislang sind es 463 Filialen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr war nach dem weitgehenden Wegfall der Krankenkassen-Zuschüsse für Brillen der Gewinn von Fielmann um ein Drittel eingebrochen. Dennoch will Fielmann die Dividende von 1,60 Euro je Aktie vorschlagen. 2003 hatte die Kette noch einen Rekordgewinn erzielt, weil viele Kunden ihre Brillenkäufe vor der Gesundheitsreform vorgezogen hatten.

Der Marktanteil von Fielmann war im vergangenen Jahr nach Unternehmensangaben am Absatz gemessen von im Jahr 2003 50 auf 53 Prozent und am Umsatz gemessen von 27 auf 28 Prozent gestiegen.

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