Quartalszahlen von Coca-Cola
Durststrecke für Getränke-Riesen

Coca-Cola hat einen mächtigen Feind: Weil mehr als die Hälfte der Einnahmen im Ausland gemacht werden, drückt der starke Dollar die Erlöse. Aber das ist nicht das einzige Problem des Getränke-Riesen.

BangaloreDer Getränkeriese Coca-Cola muss wegen des starken Dollar deutliche Abstriche bei Umsatz und Gewinn machen. Im dritten Quartal fiel der Überschuss um knapp ein Drittel verglichen mit dem entsprechenden Vorjahreswert auf 1,45 Milliarden Dollar (1,28 Mrd Euro), wie der Konzern am Mittwoch in Atlanta mitteilte. Der laufende Konzernumbau schlug kräftig auf das Ergebnis durch. Doch auch der operative Gewinn ging um zwölf Prozent auf 2,4 Milliarden Dollar zurück.

Zudem sanken die Erlöse um überraschend starke 4,6 Prozent auf 11,4 Milliarden Dollar. Hier machte sich vor allem der starke Dollar bemerkbar, der Auslandseinnahmen nach Umrechnung in US-Währung verringert. Der Konzern erzielt den Großteil seiner Einnahmen außerhalb der USA. Ohne den Wechselkurseinfluss hätte es ein Umsatzplus von drei Prozent gegeben.

Während die Nachfrage nach zuckerlastigen Softdrinks sich weiter in Grenzen hält, konnte Coca-Cola zuletzt mit Getränken wie Tee, Mineralwasser oder Sport-Drinks punkten. Zudem bleibt Coke Zero ein Absatzrenner.

Die Ergebnisse seien im Rahmen der Erwartungen und zeigten, dass die Initiativen, um wieder in Schwung zu kommen, langsam Wirkung zeigten, erklärte Vorstandschef Muhtar Kent. Anleger hatten allerdings vor allem beim Umsatz auf mehr gehofft - am Markt kamen die Zahlen nicht gut an. Die Aktie ging mit einem Minus von gut einem Prozent in den US-Handel.

Coca-Cola hatte im August angekündigt, die deutsche Tochter Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG mit den zwei anderen großen Abfüllunternehmen Coca-Cola Enterprises und Coca-Cola Iberian Partners zur neuen Gesellschaft Coca-Cola European Partners zu fusionieren. Das Unternehmen soll mit einem Jahresumsatz von etwa 12,6 Milliarden Dollar (11,1 Mrd Euro) der weltgrößte Coca-Cola-Abfüller werden.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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