Quelle-Pleite
Quelle: Primondo-Auslandstöchter vor dem Aus

Die Auslandstöchter von Primondo sind offenbar nur noch eingeschränkt lieferfähig. Laut Medienbericht droht ihnen bald der Kollaps. Bis spätestens Mitte November muss ein neuer Investor her.
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ap BERLIN. Den osteuropäischen Tochtergesellschaften der insolventen Primondo-Gruppe droht nach Informationen der Tageszeitung "Die Welt" offenbar schon bald der Kollaps. Wie das Blatt unter Berufung auf eine mit der Sache vertraute Person schreibt, sind die Gesellschaften, zu denen auch Quelle Österreich gehört, nur noch eingeschränkt lieferfähig. In manchen Bereichen könne gerade noch eine von drei Bestellungen ausgeführt werden, weil die Lager nicht mehr ausreichend mit Waren gefüllt seien, hieß es.

"Es drohen zahlreiche Folgeinsolvenzen, wenn die Quelle-Auslandstöchter nicht bis spätestens Mitte November einen Investoren finden, der neue Ware bestellen und auch bezahlen kann", zitierte die "Welt" die mit der Sache vertraute Person.

Der Sprecher von Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg, Thomas Schulz, bestätigte dem Bericht zufolge, dass die Lieferfähigkeit eingeschränkt ist, wollte aber keine Zahlen nennen. "Wir haben die Quote senken müssen, aber nur in einem Ausmaß, das im Versandhandel noch als vertretbar gilt", sagte der Sprecher demnach.

Görgs Konzept sei auf den vergangenen Dienstag ausgerichtet gewesen, an dem er eigentlich einen Käufer für die gesamte Primondo-Gruppe präsentieren wollte. Hätte dieser Investor am vergangenen Dienstag dann die Bestellungen ausgelöst, hätte es keine Probleme gegeben", sagte Schulz laut "Welt" weiter. 17 Länder gehören demnach zu den Quelle-Auslandsgesellschaften, darunter Österreich, die Schweiz, Tschechien, Slowakei, Kroatien, Polen, Ungarn und Russland.

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