Quelle-Versandzentrum verkauft
Die Pleite nach der Pleite

Auf den Tag genau vor sechs Jahren musste Quelle Insolvenz anmelden. Heute nun kam das riesige Versandzentrum des untergegangenen Unternehmens unter den Hammer. Doch das Gebäude erwies sich als Ladenhüter.
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MünchenAuf langen Fließbändern rollte jahrzehntelang ein Päckchen nach dem anderen in die Lastwagen: Im Logistikzentrum von Quelle in Nürnberg ging es einst zu wie im Bienenstock. Doch auf den Tag genau vor sechs Jahren war es vorbei mit der Betriebsamkeit auf dem riesigen Areal. Mit dem Insolvenzantrag der Muttergesellschaft Arcandor war das Ende des traditionsreichen Versandhauses besiegelt. Für Quelle fand sich kein Käufer.

An diesem Dienstag nun kam das Gelände mit 250.000 Quadratmeter Fläche, das entspricht fast 40 Fußballfeldern, unter den Hammer. Doch das Ergebnis der Zwangsversteigerung war genauso enttäuschend wie der Geschäftsverlauf von Quelle im Endstadium: Ein Tochterunternehmen des Einkaufszentrums-Spezialisten Sonae Sierra war der einzige Bieter – entsprechend niedrig fiel der Preis aus.

Die Firma bekam für 16,8 Millionen Euro den Zuschlag. Das Amtsgericht hatte den Verkehrswert zuvor auf 31,7 Millionen Euro beziffert. Die Schweizer Großbank Credit Suisse hatte die Auktion als Gläubiger erwirkt. Das aus mehreren einzelnen Grundstücken bestehende Gebiet gehörte zuletzt der insolventen niederländischen Valbonne Real Estate.

Schon vor der Versteigerung war klar, dass die britisch-portugiesische Sonae Sierra sich durchsetzen würde. Andere finanzkräftige Interessenten waren weit und breit nicht in Sicht. Die Firma hatte sich mit der Credit Suisse auf eine sogenannte Ausbietungsgarantie geeinigt. Das heißt: Sonae Sierra hatte mit dem Institut ein Mindestgebot abgesprochen, das es in der Versteigerung abzugeben galt.

Die Zwangsversteigerung fand im ehemaligen Casino im dritten Stock des Gebäudes in der Fürther Straße in Nürnberg statt. Bevor der Hammer fiel, durften sich noch einmal die derzeitigen Mieter äußern – die den Verkauf an Sonae Sierra seit langem kritisieren. Sie wollen das Gebäude als Kreativquartier für Künstler und Freiberufler erhalten und hatten sogar versucht, die Kaufsumme per Crowdfunding aufzutreiben. Vergeblich.

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  • Ich werde auch einem Maurermeister lauschen, sollte ich erfahren wollen, wie ich meine Firma total in Klump und Boden treten könnte....

  • Der feine Herr Esch...

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