Räume von Mitarbeitern durchsucht
Angeblich neuer Korruptionsfall bei der Bahn

Bei der Deutschen Bahn gibt es Presseberichten zufolge einen neuen Fall von Korruption. Wie das Nachrichtmagazin „Der Spiegel“ in seiner neuesten Ausgabe meldet, durchsuchten Fahnder Büros des Technischen Einkaufs in München und Berlin, die Wohnung eines Bahnmitarbeiters bei Böblingen sowie Räume eines Zulieferers in Schleswig-Holstein.

HB BERLIN. Hintergrund der Aktion seien fragwürdige Vergabepraktiken eines Bahneinkäufers. Eine Sprecherin der Deutsche Bahn AG sagte dazu auf Anfrage, dass sich das Unternehmen zu laufenden Ermittlungen nicht äußere.

Dem „Spiegel“-Bericht zufolge hatte der Bahnmitarbeiter, obwohl fachlich gar nicht zuständig, Millionenaufträge für Kleinteile an eine Einmannfirma in Nordhackstedt vergeben - gegen Weltkonzerne wie Siemens und Bombardier. Mit der Firma seien unter anderem Rahmenverträge über bestimmte Bauteile abgeschlossen worden, ohne dass diese vorher ausgeschrieben worden seien. Dadurch, so der Verdacht der Fahnder, seien die Produkte wesentlich teurer eingekauft worden, als wenn man sie direkt von den Herstellern bezogen hätte.

Seit 2001 seien Aufträge in Höhe von rund fünf Millionen Euro an die Kleinstfirma vergeben und dabei alle Vergaberichtlinien des Konzerns missachtet worden. Im Sommer vergangenen Jahres habe das Unternehmen Strafanzeige erstattet.

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