Rana-Plaza-Einsturz Benetton zahlt eine Million Euro für Opfer

Beim Einsturz des Rana-Plaza-Komplexes in Bangladesch starben vor zwei Jahren mehr als 1100 Mitarbeiter. Viele westliche Firmen hatten in dem Gebäude Kleider nähen lassen. Nun zahlt auch Benetton Entschädigung.
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Die Näherinnen von Bangladesch
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Trauer um die Toten: Vor der Fabrik Rana Plaza demonstrieren die Angehörigen. Sie warten noch immer auf Entschädigung.

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„Rana Plaza, never again“: Ein Unglück wie das in der Rana-Plaza-Fabrik soll sich niemals wiederholen, fordert die Gewerkschaft.

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Stolz, ein Gewerkschaftsmitglied zu sein: Die Organisation hat die Anhebung des Mindestlohns durchgesetzt.

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Die Erinnerungen an das Unglück sind immer noch frisch – hier zeigen Demonstranten Fotos ihrer verstorbenen Angehörigen.

Einsturzstelle
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Hier stand die eingestürzte Fabrik.

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Ein Denkmal vor der Einsturzstelle in Savar erinnert an das Unglück.

Fabrik in Bangladesch
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Nähen für 49 Euro im Monat: Die Fabriken sind gerade für Frauen oft die einzige Gelegenheit, Arbeit zu finden.

RomKnapp zwei Jahre nach dem Einsturz des Textilfabrikgebäudes Rana Plaza in Bangladesch mit 1138 Todesopfern hat der italienische Modekonzern Benetton eine Millionenzahlung für die Opfer angekündigt. Benetton zahle 1,1 Millionen Dollar (eine Million Euro) in einen Entschädigungsfonds und damit doppelt soviel wie von Experten empfohlen, erklärte das Unternehmen am Freitag. Mit dieser Entscheidung wolle der Konzern zeigen, wie wichtig ihm die Unterstützung der Hinterbliebenen sei, erklärte Benetton-Manager Marco Airoldi.

Beim Einsturz des Rana-Plaza-Komplexes am 24. April 2013 waren 1138 Textilarbeiter ums Leben gekommen, mehr als 2000 weitere Menschen wurden verletzt. Zahlreiche westliche Firmen hatten in dem Gebäude Kleider nähen lassen. Ermittlungen zufolge stürzte es unter dem Gewicht illegal errichteter Stockwerke und schwerer Maschinen ein.

Für die Entschädigung von Hinterbliebenen und Verletzten wurde ein Fonds eingerichtet, den die internationale Arbeitsorganisation ILO kontrolliert. Der Fonds soll insgesamt 30 Millionen Dollar einsammeln, neun Millionen fehlen noch. Immer wieder wird ein mangelndes Engagement der westlichen Firmen beklagt, die im Rana-Plaza-Komplex Kleidung fertigen ließen.

Nach dem Unglück hatte Benetton zunächst geleugnet, dass es in dem Komplex produzieren ließ. In einer Online-Petition hatten mehr als eine Million Menschen den Modekonzern aufgefordert, sich an dem Entschädigungsfonds zu beteiligen. Dalia Hashad von der Kampagne Avaaz erklärte, Benettons Schritt sei ein Signal an andere Unternehmen: "Wenn Arbeiter sterben, kann man nicht einfach davonlaufen." Alle Blicke richteten sich nun auf andere Firmen wie Walmart, JC Penney, Carrefour und The Children's Place, die bislang noch nicht gezahlt hätten.

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  • afp
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