Ray-Ban-Hersteller
Möglicher Weggang des Chefs drückt Luxottica

Meinungsverschiedenheiten bei Luxottica, dem Hersteller der Ray-Ban-Sonnenbrillen, verursachen Stress bei den Anlegern: Die Aktien fielen um bis zu 7,2 Prozent und verharren am Mittag noch immer im Minus.
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MailandMit Verkäufen haben Luxottica-Anleger in Mailand am Mittwoch auf Berichte über einen möglichen Abschied von Vorstandschef Andrea Guerra reagiert. Die Aktien des Brillen-Herstellers fielen um bis zu 7,2 Prozent auf 37,63 Euro und notierten gegen Mittag mit 39,38 Euro immer noch 2,9 Prozent im Minus.

Der Ray-Ban-Sonnenbrillen-Hersteller bestätigte, Chairman Leonardo Del Vecchio und Vorstandschef Guerra debattierten schon seit einiger Zeit darüber, was die beste Strategie für den Konzern sei. Die Presseberichte über Guerras Zukunft wolle man aber nicht kommentieren. Ein Aufsichtsratstreffen sei derzeit nicht geplant.

Mehrere Zeitungen hatten berichtet, zwischen Guerra und Firmengründer Del Vecchio bestünden Meinungsverschiedenheiten. Guerra war auch schon als Minister im Kabinett von Ministerpräsident Matteo Renzi im Gespräch. Ihm wird die Umwandlung des Familienunternehmens in den weltgrößten Brillen-Hersteller nach Umsatz zugutegehalten.

Del Vecchio, dem 66,5 Prozent der Luxottica-Anteile gehören und der als einer der reichsten Männer Italiens gilt, hat nach einem Bericht des „Corriere della Sera“ die jüngste Kooperation seines CEOs mit Google für Internet fähige Datenbrillen nicht gefallen.

Guerra soll gesagt haben, dass der 79-jährige Del Vecchio nun am Zuge sei, berichtete die Zeitung. „Guerra ist ein guter Manager, und die Aktie reagiert entsprechend“, sagte Roberto Lottici, Fondsmanager bei Ifigest. Aber das Unternehmen sei nun einmal von Del Vecchio gegründet worden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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