Reaktionen im Netz: Gelbe Engel in der Shitstorm-Hölle

Reaktionen im Netz
Gelbe Engel in der Shitstorm-Hölle

Nach Wahlmanipulationen beim Autopreis „Gelber Engel“ entlädt sich die Wut der Mitglieder im Netz. Viele Mitglieder drohen mit ihrer Kündigung. Andere wittern eine größere Verschwörung.
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KölnDer von der Süddeutschen Zeitung aufgedeckte Betrug bei der Vergabe des Leserpreises „Lieblingsauto“ im Rahmen des „Gelber Engel“-Preises des ADAC sorgt für heftige Reaktionen. ADAC-Kommunikationschef und Motorwelt-Chefredakteur Michael Ramstetter, verantwortlich für die Manipulationen, ist zurückgetreten. Der Fall stürzt den Automobilclub in eine schwere Imagekrise. Die Wut der Mitglieder entlädt sich auch im Web. Die User schicken die „Gelben Engel“ in die Shitstorm-Hölle.

Unter der vom ADAC auf Facebook veröffentlichten Stellungnahme, die auch an die Presse herausgegeben wurde, sammelten sich innerhalb von 24 Stunden über 1.000 Kommentare, Replies – also Kommentare auf Kommentare – nicht mitgerechnet. Unter dem Video mit den Highlights der „Gelber Engel“-Gala sind weitere wütende Stimmen zu finden. Zusätzlich kommen zahlreiche Pinnwand-Posts. Der Tenor der Facebook-Nutzer ist eindeutig: Auf den schweren Imageschaden droht eine Austrittswelle.

„Ich bin seit 1985 Mitglied. Morgen geht die Kündigung raus“, schreibt Don Ulfertos Postalez. Porsche Radziejewski veröffentlicht auf der Facebook-Seite des Automobilclubs ein Musterschreiben für die Kündigung, das die Mitglieder nur noch mit eigenen Angaben befüllen und verschicken müssen. Peter Reuter nennt das Handeln des ADAC eine „Schande“. „Mein Vertrauen zu dem ADAC ist hin. Einzig die Einrichtung der Pannenhelfer hält mich NOCH im ADAC. Ich werde mich aber nach fast 30 Jahren um einen anderen Pannenservice kümmern. Ihr standet eigentlich für Vertrauen nicht nur gegenüber Eurer Mitglieder - nein gegenüber der ganzen Republik! Aber Ihr seid nicht besser wie unsere Politiker, Leute wie Hoeneß und seine Konsorten und den ganzen anderen sogenannten Führungselite dieses Landes.“

Die Manipulationen am Leserpreis des ADAC sind für viele auch Anlass, erneut die Positionen des Clubs, der eine Lobby für Autofahrer sein will, in Frage zu stellen. „Jetzt dieser Skandal, gestern die Forderung nach Erhöhung der Mineralölsteuer, Ablehnung der Maut trotz steuerlicher Entlastung der Autofahrer, Finanzierung von vereinsfremden Geschäftszweigen durch Beiträge (Busunternehmen), E10-Werbung, völliges Ignorieren der Mitgliedermeinungen usw.... Das zeigt alles nur, dass der ADAC sich von seinen Mitgliedern und gleichzeitigen Geldgebern völlig entfremdet hat“, schreibt Gil Horn.

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„Wollt ihr die Leute für dumm verkaufen?“

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  • Manipulation? Was soll es? Über ein Modell regt sich jeder auf. Dabei betrügt und belügt uns die Regierung täglöich, ohne das ein Sturm losbricht. Man sehe nur die Arbeitslosenzahlen. Jeder Politiekr belügt hier absichtlich die deutschen Bürger. Wo bleibt die Wahrheit bei der Steuergeldverschwendung im Ausland bzw. für die Ausländer?

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