Reckitt Benckiser Britischer Konzern prüft Optionen für Lebensmittelgeschäft

Reckitt Benckiser stellt sein Lebensmittelgeschäft auf den Prüfstand. Der Bereich gehört für den Konzern nicht mehr zum Kerngeschäft. Ein verkauf könnte den Briten fast drei Milliarden Euro einbringen.
Update: 03.04.2017 - 08:52 Uhr Kommentieren
Der britische Konsumgüterproduzent stellt sein Geschäft mit Lebensmitteln auf den Prüfstand. Quelle: Reuters
Von Reckitt Benckiser hergestellte Produkte

Der britische Konsumgüterproduzent stellt sein Geschäft mit Lebensmitteln auf den Prüfstand.

(Foto: Reuters)

LondonDer britische Konsumgüterproduzent Reckitt Benckiser stellt sein Geschäft mit Lebensmitteln auf den Prüfstand. Der Bereich gehöre nicht zum Kerngeschäft, teilte der Hersteller von Durex-Kondomen und Nurofen-Schmerzmittel am Montag mit. Bei der strategischen Überprüfung würden sämtliche Möglichkeiten ausgelotet. An Reckitt ist auch die deutsche Milliardärsfamilie Reimann beteiligt.

Die Ankündigung folgt auf einen Bericht der „Sunday Times“, dass Reckitt Benckiser den Verkauf der Sparte erwäge. Damit wolle das Unternehmen den 15,6 Milliarden Dollar schweren Kauf des Babynahrungs-Produzenten Mead Johnson finanzieren. Der Verkauf der Abteilung, die zuletzt auf einen Umsatz von umgerechnet 484 Millionen Euro kam, könnte demnach mehr als 2,8 Milliarden Euro einbringen.

Das gehört der Familie Reimann
Reckitt Benckiser
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Der britische Reinigungsmittelhersteller ist der wachstumsstärkste und profitabelste Konzern der Branche und die weltweite Nummer eins im Geschäft mit Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln. Die Familie Reimann ist wesentlich an Reckitt beteiligt. Kaum ein Industriellenclan ist verschwiegener. Kaum einer scheffelt derzeit mehr Geld mit seinem Reich, auch wenn man laut eigener Aussage die Hälfte der Dividenden spendet.

Calgon
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Ludwig Reimann gründete im 19. Jahrhundert zusammen mit Johann Adam Benckiser eine Chemiefabrik, die unter dem Namen Reckitt Benckiser zu einem der weltweit führenden Anbieter von Wasch- und Reinigungsmitteln geworden ist. Albert Reimann erfand unter anderem den Wasserenthärter Calgon.

Konkurrenten
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Das Unternehmen setzt vor allem den deutschen Konkurrenten Henkel unter Druck.

Clearasil
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Zu den bekanntesten Marken von Reckitt Benckiser gehört Clearasil, eine Hautpflegeserie gegen Pickel und Akne. Die Marke ist seit 2006 Teil des Reckitt Benckiser-Portfolios durch die Akquisition von Boots Healthcare.

Vanish
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Auch der Fleckentferner Vanish gehört zum Portfolio des Unternehmens. Das Produkt wird sowohl in Simbabwe und Sri Lanka, als auch in Deutschland und den USA verkauft.

Coty
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Coty ist der weltgrößte Dufthersteller und gehört zum größten Teil der Familie Reimann. Das Unternehmen vertreibt hauptsächlich Celebrity-Parfums und Designerdüfte wie Calvin Klein, Davidoff und Joop.

Labelux
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Die Holding Labelux konzentriert sich auf Luxusmarken. Seit 2007 Jahren kauft die Holding einen Luxusgüterkonzern zusammen. Der Schweizer Lederwarenhersteller Bally gehört neben der Schmuckmanufaktur Solange und dem italienischen Lederwarenhersteller Zagliani bereits dazu. Im Juli 2008 wurde das US-amerikanische Modemarke Derek Lam übernommen, im Mai 2011 der US-Schuhhersteller Jimmy Choo.

  • rtr
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