Reederei
Hapag-Lloyd bald weltweite Nummer vier

Bisher sind alle Versuche gescheitert, Hapag-Lloyd und Hamburg Süd zusammenzuschließen – ein Hapag-Großaktionär sieht jetzt neue Chancen für eine Fusion. Derzeit verhandelt Hapag-Lloyd aber mit einer anderen Reederei.
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FrankfurtDer Großaktionär der Reederei Hapag-Lloyd sieht auch nach der Fusion mit dem chilenischen Konkurrenten CSAV noch Chancen für einen Dritten im Bunde. „Wenn die gesamte Fusionswelle in der Schifffahrt noch weiter um sich greift, dann könnte ich mir durchaus vorstellen, dass es auch noch einen dritten Partner geben wird“, sagte Klaus-Michael Kühne in einem am Samstag vorab veröffentlichten Interview mit der „Wirtschaftswoche“ (Montagausgabe). „Wenn Hamburg Süd selbst gesprächsbereit wäre, könnte man noch einmal darüber nachdenken.“ Der Milliardär und HSV-Mäzen hält 28 Prozent an Hapag-Lloyd.

Am Machtkampf der Großaktionäre war im Frühjahr 2013 ein erneuter Versuch gescheitert, Hapag-Lloyd mit dem Lokalrivalen Hamburg Süd zu einem globalen Schifffahrtsriesen zusammenzuschließen. Allerdings zeigte sich Kühne wegen der Streitigkeiten der Familie Oetker, der Hamburg Süd gehört, skeptisch. Es sei „eher unwahrscheinlich“, dass Hamburg Süd der Allianz beitrete. Er denke darum eher an Partner aus Fernost.

Hapag-Lloyd verhandelt derzeit mit der Reederei Compania Sud Americana de Vapores (CSAV) über einen Zusammenschluss. Die Hamburger würden durch eine Fusion zur Nummer vier in der Weltliga der Linienreedereien aufsteigen. Hapag-Lloyd ist mit 152 Schiffen und einer Kapazität von 730.000 Standardcontainern die weltweit fünftgrößte Containerlinie, CSAV liegt mit 260.000 Standardcontainern auf Rang 20. Weltmarktführer ist die dänische Maersk. Die Reeder liefern sich seit Jahren einen ruinösen Preiskampf.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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