Reederei
Hapag-Lloyd bestellt fünf Containerschiffe in Korea

Fünf neue Containerschiffe aus Korea: Diese Bestellung gab die größte deutsche Reederei Hapag-Lloyd am Montag auf. Nach einer Fusion konkurriert sie weltweit mit den Großen der Branche. Der Konzern will weiter wachsen.
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HamburgDeutschlands größte Reederei Hapag-Lloyd baut nach der Fusion mit dem chilenischen Konkurrenten CSAV ihre Flotte aus. Bei der südkoreanischen Werft Hyundai Samho Heavy Industries seien fünf Frachter mit Platz für je 10.500 Standardcontainer (TEU) bestellt worden, teilten die Hamburger am Montag mit.

Branchenexperten schätzen den Auftragswert auf deutlich mehr als eine halbe Milliarde Dollar. Die Schiffe sollen zwischen Oktober 2016 und Mai 2017 ausgeliefert und vor allem auf der Südamerika-Route durch den Panama-Kanal eingesetzt werden. Der Kanal zwischen Atlantik und Pazifik wird derzeit erweitert und kann ab dem nächsten Jahr von Schiffen mit einer Größe von bis zu 14.000 TEU befahren werden.

Von dem Einsatz großer Containerschiffe verspricht sich das Management Einsparungen, weil Routen zusammengelegt und Frachter gemeinsam mit CSAV eingesetzt werden können. Die Hamburger Traditionsreederei hatte 2010 bereits zehn Containerschiffe mit Platz für mehr als 13.000 Container bestellt, von denen das letzte vor einem Jahr ausgeliefert wurde.

Mit CSAV übernahm Hapag-Lloyd zudem eine Order für sieben neue Schiffe für je mehr als 9.000 TEU, die nun Zug um Zug ausgeliefert werden. Insgesamt hat die fusionierte Reederei derzeit knapp 200 Containerschiffe mit einer Gesamtkapazität von rund einer Million Standardcontainern.

Hapag-Lloyd und die Compania Sud Americana de Vapores (CSAV) hatten ihren Zusammenschluss zur viertgrößten Linienreederei der Welt Ende vergangenen Jahres perfekt gemacht.

Die Hamburger Traditionsreederei kämpft – wie die Konkurrenz auch – seit Jahren mit dem Preisverfall bei Containertransporten und schreibt rote Zahlen. Um dem zu entgehen, setzen die Reedereien weltweit immer mehr größere Schiffe ein und schließen Allianzen, um so Kosten untereinander aufzuteilen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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