Reederei
Hapag-Lloyd offenbar vor Staatsbürgschaft

Der Sparkurs allein reicht offensichtlich nicht aus, die angeschlagene Hapag-Lloyd vor dem Aus zu bewahren. Trotz drastischer Kürzungen soll sich die Reederei Medieninformationen zufolge um eine Milliardenbürgschaft von der Regierung bemühen. Entscheiden muss nun der Aufsichtsrat.

HB HAMBURG. Die angeschlagene Reederei Hapag Lloyd will nach Informationen des "Spiegel" bereits in der nächsten Woche einen Antrag auf eine staatliche Bürgschaft von fast einer Milliarde Euro in Berlin stellen. Am Dienstag soll der Aufsichtsrat des Unternehmens darüber auf Grundlage eines Gutachtens der Unternehmensberatung Roland Berger entscheiden, schreibt das Nachrichtenmagazin.

Das Gutachten sei den mit der Reederei verbundenen Banken am vergangenen Donnerstag vorgestellt worden. Danach sei Hapag-Lloyd "gut positioniert und erfüllt die wesentlichen Erfolgsfaktoren der Linienschifffahrt". Bis zur Aufsichtsratssitzung müssten sich die Gesellschafter auch noch über eine Kapitalerhöhung von fast 750 Mio. Euro einigen. Gleichzeitig bemühe sich die Reederei, ihre Kosten zu senken: Fast 30 gecharterte Schiffe wurden schon zurückgegeben, hieß es im Unternehmen.

Die Hamburger Traditionsreederei hatte Ende August ihren eingeschlagenen Sparkurs nochmals deutlich verschärft. So sollen im laufenden Jahr möglichst 560 Mio. Euro statt der zunächst geplanten 400 Mio. Euro gespart werden. Geplant sind unter anderem Kürzungen bei Gehältern und Boni und die Verlängerung der Kurzarbeit über Ende Oktober hinaus.

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