Reederei-Insolvenz
„Haben alles für die Rettung getan“

Ein Gericht entscheidet nun, ob die insolvente Reedereitocher der Hanjin-Gruppe restrukturiert oder abgewickelt wird. Der Hanjin-Chef entschuldigt sich in einer Anhörung nun für das „Frachtchaos“.

SeoulDer Chef der südkoreanischen Hanjin-Gruppe, Cho Yang Ho, bedauert die Folgen der Insolvenz bei der Reedereitochter Hanjin Shipping. „Ich entschuldige mich bei der Öffentlichkeit dafür, dass Unsicherheiten in Bezug auf das Frachtchaos ausgelöst wurden“, sagte Cho am Dienstag bei einer parlamentarischen Anhörung, wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete. „Aber ich möchte sagen, dass wir alles getan haben, was wir konnten, um die Reederei zu retten.“

Hanjin, die siebtgrößte Reederei weltweit, ächzt unter einem Schuldenberg von schätzungsweise sechs Billionen Won (4,8 Milliarden Euro). In Südkorea und in den USA hat das Unternehmen Antrag auf Gläubigerschutz gestellt, um sich in Ruhe sanieren zu können. Die Insolvenz führte dazu, dass weltweit zahlreiche Schiffe des Unternehmens auf See festsaßen – Häfen verweigerten die Frachtlöschung aus Angst, auf den Kosten sitzenzubleiben.

Cho betonte am Dienstag, die Hanjin-Gruppe habe seit der Übernahme im Jahr 2014 rund zwei Billionen Won in die Reederei investiert. Allerdings sei das Unternehmen an seine Grenzen gestoßen angesichts der Konkurrenz ausländischer Reedereien, „die Milliarden Dollar von ihren Regierungen erhalten“.

Inzwischen hat die Muttergesellschaft rund 100 Milliarden Won für die Rettung von Hanjin Shipping zur Verfügung gestellt. Davon stammen 40 Milliarden Won von Cho persönlich.

Bis zum 25. November muss dem zuständigen Gericht in Seoul ein Restrukturierungsplan für die Reederei vorgelegt werden. Das Gericht entscheidet dann, ob Hanjin neu aufgestellt wird oder abgewickelt werden muss.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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