Reederei Oetker hält sich zur Zukunft von Hamburg Süd bedeckt

Steht die Reederei Hamburg Süd zum Verkauf? Der Besitzer, der Mischwarenkonzern Oetker, bleibt einsilbig. Laut einem Medienbericht nach könnte der Prozess noch vor Jahresende beginnen. Auch Interessenten werden genannt.
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Der Mischwarenkonzern Oetker prüft einem Medienbericht zufolge einen Verkauf der Reederei. Quelle: dpa
Hamburg Süd

Der Mischwarenkonzern Oetker prüft einem Medienbericht zufolge einen Verkauf der Reederei.

(Foto: dpa)

Düsseldorf/HamburgDer Bielefelder Mischkonzern Oetker hält die Zukunft seiner Reederei Hamburg Süd offen. „Marktgerüchte kommentieren wir nicht“, erklärte ein Sprecher am Samstag. Das „Wall Street Journal“ hatte unter Berufung auf mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet, Oetker erwäge einen Verkauf. Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen.

„Sollte ein Verkauf beschlossen werden, könnte der Prozess vor Jahresende beginnen“, wird ein Insider zitiert. Dem Blatt zufolge nennen Branchenmanager Hapag-Lloyd, die dänische Maersk Line und die chinesische Cosco als mögliche Käufer. Eine Sprecherin von Hamburg Süd erklärte, man wolle sich an aktuellen Spekulationen nicht beteiligen.

Das sind die Giganten der Meere
Containerschiff "MOL Triumph" im Hamburger Hafen
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Das Containerschiff „MOL Triumph“ legte am Abend (15. Mai 2017) in Hamburg am Terminal Burchardkai an. Mehr als 20.000 Standardcontainer (TEU) kann der Gigant laden, doch die vergleichsweise flache Elbe ließ nur eine Fahrt mit gut der Hälfte der maximalen Kapazität zu.

„MOL Triumph“ auf dem Weg zum Hamburger Hafen
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Mit 400 Metern Länge gehört die „MOL Triumph“ zu den größten Schiffen weltweit, wie der weitere Überblick zeigt.

Die „Cosco Shipping Panama“ fährt in den Panamakanal ein
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Das chinesische Containerschiff „Cosco Shipping Panama“ befuhr im Juni 2016 als erstes Schiff den ausgebauten Panamakanal. Neun Jahre nach Beginn des Ausbaus wurde die Wasserstraße damit offiziell für Schiffe der sogenannten Postpanamax-Klasse freigegeben. War es bis dahin nur Schiffen mit einer Ladekapazität von bis 4400 Containern möglich, den Kanal zu benutzen, so können mittlerweile Großschiffe mit bis zu 14.000 Containern die Wasserstraße befahren.

COSCO Shipping Panama
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Mit einer Länge von 300 Metern und fast 50 Meter Breite zählt die COSCO Shipping Panama sicher zu den Giganten der Meere.

Containerschiff „MSC Zoe“
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Die MSC Zoe beim Einlaufen in den Hamburger Hafen im August 2015. Sie ist mit 395 Metern Länge und 59 Metern Breite zwar knapp nicht das größte Containerschiff der Welt, was die Abmessungen betrifft. Ihre 19.224 Standardcontainer (TEU) bedeuten zu Zeitpunkt ihrer Indienststellung aber Weltrekord in Sachen Transportkapazität. Der Frachter wurde auf der de Daewoo-Werft in Südkorea für die Reederei MSC (Mediterranean Shipping Company) gebaut.

UASC Barzan
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In Sachen Abmessungen spielen die Containerschiffe der UASC A18 in der Champions League. 400 Meter lang und fast 60 Meter breit sind die Giganten der in Kuwait ansässigen Reederei United Arab Shipping Company. Die maximale Ladung liegt bei 18.800 TEU. (Foto: Frank Schwichtenberg/Schwicht de Burgh Photography; CC BY 3.0)

P&O Nedlloyd Tasman
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Als die "P&O Nedlloyd Tasman" im Jahr 2000 die Werft in Warnemünde verließ, war sie das größte jemals in Deutschland gebaute Containerschiff. Heute liegt das knapp 280 Meter lange Schiff eher im Mittelfeld der Containerriesen, seine Ladekapazität beträgt 5468 TEU. Die Abkürzung TEU (Twenty Feet Equivalent Unit) bezeichnet einen Standardcontainer von 20 Fuß (6,058 Meter) Länge und 8 Fuß (2,438 Meter) Breite.

Die Containerschifffahrt steckt seit Jahren in einer tiefen Krise. Sie leidet unter Überkapazitäten und sinkenden Frachtpreisen. Deshalb schließen sich immer mehr Reedereien zusammen oder bilden Allianzen, um die Kosten zu senken. Deutschlands Branchenprimus Hapag-Lloyd erhielt unlängst von der EU-Kommission für den Zusammenschluss mit dem arabischen Rivalen UASC zur weltweiten Nummer 5 der Branche grünes Licht. Ende Oktober kündigten die drei japanischen Marktführer den Zusammenschluss ihrer Containergeschäfte an.

Die südkoreanische Reederei Hanjin wurde durch die Krise in die Pleite getrieben. Sie meldete Ende August Insolvenz an.. 2013 war eine geplante Fusion zwischen Hapag-Lloyd und Hamburg Süd geplatzt.

  • rtr
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