Reedereien: Fusion von Hapag-Lloyd und Hamburg Süd geplatzt

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Fusion von Hapag-Lloyd und Hamburg Süd geplatzt

Die deutschen Reedereien Hapag-Lloyd und Hamburg Süd werden nicht miteinander fusionieren. Die beiden Eigentümergruppen konnten sich nicht auf ein gemeinsames Übernahmemodell einigen.
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BerlinDie geplante Fusion der Reedereien Hapag-Lloyd und Hamburg Süd ist vom Tisch. Am Sonntagabend gaben die Hapag-Lloyd-Großaktionäre TUI und das Albert-Ballin-Konsortium um den Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne bekannt, dass die Pläne auf Wunsch der Oetker-Seite eingestellt wurden. Hauptgrund sei, dass die beiden Eigentümergruppen bislang „keine Einigkeit über eine partnerschaftliche Ausgestaltung der Transaktion" erzielt hätten.

In den vergangenen Monaten war immer wieder nach draußen gedrungen, dass sich die Verhandlungen über eine Fusion als schwierig gestalteten. Für großen Unmut sorgte, dass Kühne – dem der Logistikkonzern Kühne + Nagel mehrheitlich gehört – eine „Fusion unter Gleichen" forderte und zudem einen späteren Börsengang zur Voraussetzung für seine Zustimmung zu dem Vorhaben machte. Die zum Oetker-Konzern gehörende Containerlinie Hamburg Süd strebte dem Vernehmen nach einen Zusammenschluss unter seine Regie an.

Beide Reedereien hatten im Dezember angekündigt, eine Fusion zu prüfen, um sich gegen die Branchenkrise zu stemmen. Reedereien leiden derzeit weltweit unter der Flaute auf den Weltmeeren durch die globale Konjunkturschwäche und die gestiegenen Treibstoffkosten.

Zurzeit liegt Hapag-Lloyd weltweit gemessen an der Transportkapazität auf Platz sechs in der Containerschifffahrt, Hamburg Süd auf Rang zwölf. Bei einem Zusammenschluss wären beide mit einer gemeinsamen Containerflotte von mehr als 250 Schiffen auf Rang vier hinter Weltmarktführer Maersk sowie MSC und CMA CGM vorgerückt.

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